Gabriel über Sabotage in Leipzig - Was wirklich hinter der Bomben-Drohne steckt
Russland im Röntgenblick! Bundesaußenminister a.D. Sigmar Gabriel (66, SPD) hat bei Sandra Maischberger (57) mit deutlichen Worten darüber aufgeklärt, was wirklich hinter dem Drohnen-Attentat von Leipzig steckt und welche weiteren Gegenmaßnahmen er der Bundesregierung jetzt nahelegt. „Es spricht vieles dafür, dass Russland versucht, uns zu destabilisieren“, erklärte er. Und es gehe auch um einen Test: „Was passiert, wenn ich Drohnen über ein Land schicke? Kampfjets? Oder jetzt ein Attentat plane? Und das in einer Phase, wo er natürlich auch sieht, dass die Amerikaner schwach sind. Wir sind Testballons, um zu gucken, wie halten die das eigentlich aus, und halten die zusammen?“
Über die ersten Gegenmaßnahmen der Bundesregierung urteilte der Ex-Minister: „Das ist eine Antwort, die man geben kann, ohne dass man selber eskaliert. Wir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen Überbietungswettbewerb zu kommen.“ Das werde Putin allerdings kaum beeindrucken. Dagegen, so Gabriel weiter, „wird es ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in Europa und in der Nato zusammenhalten. Das kann man zum Beispiel dadurch zeigen, dass man Drohnenüberflüge nicht einfach hinnimmt, sondern sie herunterholt. Oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen lässt, das Nato-Gebiet überfliegt.“
Schon jetzt, so Gabriels Analyse, beeindrucke Putin , „dass seine Armee offensichtlich nicht in der Lage ist, mehr als 20 Prozent der Ukraine zu erobern. Das ist ja eher ein Zeichen der Schwäche!“ Beeindrucken werde den Kriegstreiber im Kreml zudem, „wenn wir seine Schattenflotte noch stärker in den Griff bekommen, denn dann fehlt ihm das Geld. Die wirtschaftliche Situation Russlands dürfte jetzt nicht überbordend gut sein.“
Die Warnung, man müsse „aufpassen, dass man jemanden, der in der Ecke steht, nicht zu irrationalen Handlungen bewegt“, findet Gabriel „gar nicht so falsch“, denn: „Wir haben es mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen. Deswegen werden die Amerikaner auch versuchen, ihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon lässt.“
„Jetzt würde es sich lohnen, zu untersuchen: Gibt es eigentlich Verbindungen in die Russische Botschaft?“, fügte Gabriel hinzu, denn mit der Schließung des Russischen Generalkonsulats sei „noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht“. Der Ex-Minister: „Man kann noch mehr machen. Das wäre schon eine neue Qualität, wenn es unmittelbare Beziehungen zur Vorbereitung dieses Attentates über die Russische Botschaft gegeben hätte. Nun kann man die auch nicht verhaften, weil sie Immunität genießen, aber dann gibt es noch andere Möglichkeiten.“
Die Frage sei jetzt, so der Ex-Minister: „Zucken wir zurück bei der Unterstützung der Ukraine? Kriegen die Auftrieb, die es auch in Deutschland gibt, die sagen, besser wir machen das nicht mehr, dann haben wir den Ärger nicht? Darauf setzt Putin.
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