Knie-Foul macht Stuttgart sauer - VAR-Frust und Stiller-Sorgen
Stuttgart/Sinsheim – Diese Szene könnte den VfB Stuttgart noch länger begleiten. Bei der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim am Samstag hätte der VfB nach 24 Minuten einen Elfmeter bekommen müssen. Das Spiel lief aber weiter – nur nicht für den gefoulten Angelo Stiller (25). Der Schlüsselspieler musste kurz später verletzt ausgewechselt werden. So sorgte die Szene für doppelten Frust beim VfB.
Das war passiert: Stiller wurde im Strafraum von Hoffenheims Ozan Kabak (26) per Knie-auf-Knie-Kontakt zu Fall gebracht. Die Pfeife von Schiri Sven Jablonski (36) blieb stumm, im Gegensatz zu Stiller. Der Sechser schrie sofort vor Schmerzen auf, wurde lange behandelt. Kurz probierte er noch einmal, weiterzuspielen, musste in der 34. Minute dann aber vom Platz.
Trainer Sebastian Hoeneß (44) machte nach dem Spiel deutlich, dass der VfB hier einen Elfmeter hätte bekommen müssen. Bei Sky sagte er: „Das ist für mich ein Elfmeter, das ist Knie auf Knie. Kabak läuft am Ball vorbei und ins Knie von Ange. Ein klarer Elfmeter, das muss vom Schiedsrichter mindestens angeschaut werden. Ihn da nicht rauszuschicken, da muss ich den Keller fragen, wo da hingeschaut wurde. Da wunder ich mich schon sehr. Das verstehe ich nicht. Das hat mich schon sehr geärgert.“ Und weiter: „Ange hat das Spiel dann aufgrund von Knieproblemen beenden müssen. Daran hat man gesehen, dass das ein gehöriger Einschlag war.“
Besonders störte die Stuttgarter nach der Partie, dass der VAR Jablonski nicht an den Bildschirm bat. Auch, weil Jablonski in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann doch zum Videostudium musste – wegen eines möglichen Handelfmeters für die TSG. Weil ein Hoffenheimer im Vorfeld aber selbst eindeutig mit der Hand am Ball war, gab es zu Recht keinen Strafstoß. Stuttgarts Sportboss Fabian Wohlgemuth (47) sagte nach dem Spiel irritiert:
„Die Szene mit Angelo ist für uns schwer nachvollziehbar – ein klarer Elfmeter. Da hat es mich gewundert, dass sich der VAR aus Köln in der einen Situation meldet – und in der anderen nicht. Beim Handspiel gab es aus meiner Sicht nichts zu interpretieren. Da werden alle durcheinandergebracht, das nervt dann auch. Da geht es mit hauptsächlich um das Verfahren. Aber deswegen haben wir das Spiel nicht verloren.“
Jetzt hofft der VfB, dass man Stiller nicht zu lange verloren hat. Nach einem MRT und weiteren Untersuchungen wird eine genaue Diagnose bis Montag erwartet.
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