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Kultur

Nach langem Sommer: Reiner Sauerstoff soll Fischsterben in Talsperren verhindern

Stern ·
Nach langem Sommer: Reiner Sauerstoff soll Fischsterben in Talsperren verhindern

Am Ende eines langen Sommers mit wenig Wind und Regen kann für Fische der Sauerstoff knapp werden.

Der Ruhrverband ergreift in einigen Talsperren Gegenmaßnahmen.

Aus Sorge vor einem möglichen Fischsterben nach dem warmen und regenarmen Sommer leitet der Ruhrverband in den nächsten Wochen Sauerstoff in mehrere Talsperren ein.

Weil sich die Wasserschichten während des langen Hochsommers kaum vermischt haben, könne der Sauerstoffgehalt in tiefen Wasserschichten sonst gefährlich absinken, teilte der Ruhrverband mit. Über 200 Meter lange Leitungen wird reiner Sauerstoff in die Ennepetalsperre und die Möhnetalsperre gepumpt.

So lässt sich der Sauerstoffgehalt in den tiefsten und kältesten Wasserschichten gezielt erhöhen.

Biologische Prozesse nehmen Fischen den Sauerstoff Die Sauerstoff-Anreicherung sei eine Vorsorgemaßnahme.

Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen in den Talsperren wisse man, dass sich nach einem langen, wettermäßig ruhigen Sommer in den mittleren Wasserschichten durch biologische Prozesse oft kaum noch Sauerstoff befinde.

Für Fische, die es kalt mögen und sich deshalb in den tiefen Bereichen einer Talsperre aufhalten, könne es dann gefährlich werden.

Ab dem Spätsommer werde deshalb regelmäßig der Sauerstoffgehalt in der tiefsten Wasserschicht überprüft.

Bei kritischen Werten werde Sauerstoff in das Wasser geleitet, damit die Fische nicht in Gefahr geraten.

Die Qualität des Wassers in den Talsperren werde davon aber nicht beeinträchtigt, teilte der Ruhrverband mit.

Herbststürme sorgen für Entspannung Die Maßnahme ist auf zwei bis drei Wochen angelegt.

Im Herbst sorgen Stürme und Niederschlag dann in der Regel wieder auf natürliche Weise für Bewegung im Wasser und für eine bessere Verteilung des lebensnotwendigen Sauerstoffs.

Die Möhnetalsperre im Sauerland und die Ennepetalsperre am Südrand des Ruhrgebiets dienen unter anderem dazu, dass immer genügend Wasser in die Ruhr fließt.

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