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Bomben-Drohne von Leipzig - Was für eine russische Täterschaft spricht

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Bomben-Drohne von Leipzig - Was für eine russische Täterschaft spricht

Leipzig/Berlin – In der Nacht zum 5. August entdecken Ermittler auf dem Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff. Sie liegt nahe einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine. Wenige Tage später folgen weitere Funde in Sachsen-Anhalt. Der Fall löst Alarm in den Sicherheitsbehörden aus. Wochenlang halten sich die Behörden mit einer direkten Zuschreibung zurück. Inzwischen verdichten sich jedoch die Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit russischen Geheimdiensten.

• Drohnentyp Ende August meldete ABC News unter Berufung auf einen US-Geheimdienstmitarbeiter, die Bauweise der Drohne und des Sprengkörpers weise Merkmale auf, die „typisch“ für Operationen des russischen Militärgeheimdienstes GRU seien. Auch die Bruchstücke der in unmittelbarer Nähe in Kabelsketal gefundenen Drohne könnten nach BILD‑Informationen auf Russland hindeuten.

• Sprengstoff Bei der ersten Drohne soll laut übereinstimmenden Medienberichten möglicherweise Semtex verwendet worden sein – ein in der ehemaligen Tschechoslowakei entwickelter Plastiksprengstoff, der eng mit dem früheren Ostblock verbunden ist. Bei einer weiteren Drohne in Kabelsketal fanden Ermittler rund 50 Gramm Hexogen (RDX), einen vorwiegend militärisch genutzten Sprengstoff. Die Kombination deutet auf professionell organisierte Täter mit möglichen Verbindungen zu militärischen oder staatlichen Strukturen in Osteuropa hin.

• Steuerung ähnelt dem Starlink-Ersatz In Kursdorf fanden Ermittler eine technische Konstruktion, die möglicherweise als Relaisstation gedient haben könnte. Solche Relais-Systeme werden im Ukraine-Krieg verwendet, um Reichweite und Steuerbarkeit von Drohnen zu erhöhen – nachdem Starlink für Russland gesperrt wurde. Nach BILD‑Informationen wird geprüft, ob auch die Leipzig-Drohne auf diese Weise gesteuert wurde.

• Drohne neben Ukraine -Flieger gefunden Die Sprengstoffdrohne wurde direkt neben einem ukrainischen Antonow-Frachtflugzeug auf dem Flughafen Leipzig /Halle gefunden. Außerdem gilt der Flughafen als wichtiger Logistikstandort für Transporte in die Ukraine. Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf Ermittler und Sicherheitskreise, dass die Drohne offenbar gezielt auf eine Antonow-Maschine zuflog.

• Keine Spur, die gegen Russland spricht Zwar haben die Behörden nach BILD-Informationen auch in Richtung anderer möglicher Täter ermittelt – etwa in Richtung der Ukraine. Nach BILD-Informationen gibt es nach aktuellem Ermittlungsstand bis heute jedoch keine konkreten Indizien, die für Täter mit einem nichtrussischen Hintergrund sprechen.

• Leipzig spielte bereits zuvor eine Rolle bei mutmaßlichen Sabotagefällen Der Flughafen Leipzig/Halle stand bereits vor dem aktuellen Drohnenfall im Fokus von Ermittlern. Im Sommer 2024 war dort ein Brandsatz in einem DHL-Paket entdeckt worden. Sicherheitsbehörden in mehreren europäischen Staaten brachten die damalige Serie von Paketbränden und Brandvorrichtungen mit russischen Sabotagenetzwerken in Verbindung. Nach BILD-Informationen wurde an der Sprengstoffdrohne eine DNA-Spur gesichert.

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