Hitzeschäden an Gleisen: Hitzeschäden: LVB erstellt Hitzeplan und veredelt Fugenmasse
Das Gutachten des TÜV zeigt: Extreme Hitze und hohe Belastung führten in Leipzig zum Ausfall des Straßenbahnbetriebs.
Wie die LVB nun reagieren will.
Die gravierenden Hitzeschäden mit der tagelangen Einstellung des Straßenbahnbetriebs in Leipzig sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen.
Das geht aus dem nun vorgelegten Gutachten des TÜV Süd Rail hervor.
Demnach kam es durch die Rekord-Hitze mit tagelangen Temperaturen um die 40 Grad und die gleichzeitige hohe Beanspruchung der Gleise durch Autos, Lastwagen und Busse zu den Schäden.
Fugen aufgeweicht und herausgedrückt - kein regulärer Verkehr Ende Juni war nach mehreren Tagen mit extremer Hitze der Straßenbahnbetrieb in Sachsens größter Stadt vollständig eingestellt worden.
Laut Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) war an vielen Stellen an den Schienen die Fugenmasse aufgeweicht.
Die Straßenbahnen hatten diese herausgedrückt und mit ihren Rädern auf Schienen und Weichen verteilt - bis zu fünf Millimeter dick.
Die Masse härtete wieder aus, verklebte die Schienen und verschmutzte auch etwa 100 Fahrzeuge.
Der Schaden beläuft sich laut LVB auf etwa 4,5 Millionen Euro.
Granulat soll Fugenmasse zugefügt werden Bis zum Jahresende sollen die 14 Kilometer beschädigten Fugen wiederhergestellt sein.
Die Fugen werden erneut mit Bitumen verfüllt, dieses Mal aber etwa fünf bis acht Millimeter tiefer.
Das Material soll zudem mit einem Kunststoffgranulat veredelt werden, welches eine Haftung der Fugenmasse an Reifen und Rädern verhindern soll.
Die LVB testet dieses Granulat derzeit auf einer besonderen Strecke.
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