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Der Ruf nach einem Spritpreisdeckel wird lauter

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Der Ruf nach einem Spritpreisdeckel wird lauter

Weil die Preise für Benzin und Diesel weiter Rekorde jagen, fordern SPD-Politiker zusätzliche Maßnahmen. Denn: So schnell werden die Preise wohl nicht von allein sinken.

Die anhaltende Unsicherheit in Nahost hat die Preise an den Tankstellen am Wochenende weiter nach oben getrieben. Ein Liter Super E10 kostete am Samstag im bundesweiten Schnitt 2,30 Euro, Diesel sogar 2,43 Euro.

Regional und zu bestimmten Zeiten lagen die Preise noch deutlich darüber. Damit bewegt sich der Preis für Super E10 auf dem Niveau der Rekorde aus dem März 2022, der Dieselpreis liegt knapp unter dem Rekordhoch aus diesem April.

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Die hohen Spritpreise müssen aus Sicht von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke schnell begrenzt werden. "Wir brauchen dringend einen Spritpreisdeckel", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Niemand darf sich an der Not anderer bereichern. Gerechtigkeit muss auch an der Tankstelle herrschen."

In der SPD gibt es immer mehr Stimmen, die auf eine Begrenzung dringen. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach ( SPD ) hatte vorgeschlagen, den Preissprung am Mittag gesetzlich auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ( CDU ) lehnt bisher eine Deckelung des Spritpreises ab.

Der Iran-Krieg treibt die Spritpreise seit Monaten nach oben. Sie waren angesichts höherer Ölpreise in den vergangenen Tagen erneut gestiegen. In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Kämpfe im gesamten Nahen Osten verschärft.

Hintergrund für einen besonders kräftigen Preissprung am Samstag um 12 Uhr waren Meldungen, wonach Saudi-Arabien nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten muss. Am Sonntag gab es etwas Entspannung beim Spritpreis, wohl auch, weil geplante Gespräche im Oman in den Blickpunkt rückten.

Der Preis für Brent-Rohöl stieg seit Jahresbeginn um fast 80 Prozent. Auch die Preise für europäisches Erdgas und die Frachtraten für Öltanker sind stark gestiegen. Raffinerieprodukte wie Diesel verteuerten sich noch stärker, verstärkt durch die Folgen des Kriegs Russlands gegen die Ukraine . Auch das Niedrigwasser am Rhein machte sich zuletzt in den Preisen bemerkbar, da es die Transportkosten erhöhte.

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