Kraftwerke und Co.: Was alles zur kritischen Infrastruktur zählt
Die mutmaßlichen Anschläge auf die Stromversorgung in Deutschland lassen die Sorgen um die kritische Infrastruktur wachsen.
Dazu gehören neun Bereiche des täglichen Lebens.
Innerhalb kürzester Zeit gibt es zwei Angriffe auf die Stromversorgung in Deutschland mit spürbaren Auswirkungen.
In Brandenburg bringen Unbekannte mittels selbst gebauter Flugkörper, die Silvesterraketen ähneln, leitfähiges Material in Höchstspannungsleitungen am Umspannwerk Turnow-Preilack an.
Ihr Ziel: Kurzschlüsse.
In Bergheim bei Köln wird durch einen vorsätzlich herbeigeführten Kurzschluss eine Störung am Umspannwerk verursacht.
Fünf Braunkohlekraftwerksblöcke müssen daraufhin vom Netz genommen werden.
In beiden Fällen bleibt die Sabotage glücklicherweise ohne Auswirkungen auf die allgemeine Stromversorgung – anders als in Berlin Anfang des Jahres, wo ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke einen großflächigen Stromausfall auslöste, von dem Zehntausende Menschen betroffen waren.
Kritische Infrastruktur klar definiert Was in Deutschland zur kritischen Infrastruktur zählt, haben Bund und Länder 2011 gemeinsam festgelegt .
Auf Bundesebene wurden neun sogenannte Kritis‑Sektoren in verschiedene Branchen unterteilt.
Dazu gehören etwa Energie, Informationstechnik, Transport, Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen, Staat und Verwaltung sowie Medien.
Es geht also hauptsächlich um die Grundversorgung der mehr als 83 Millionen in Deutschland lebenden Menschen.
Nicht jedes Umspannwerk könne von Polizisten bewacht werden – stattdessen müssten diejenigen, die die Anlagen betreiben, ertüchtigt und in die Lage versetzt werden, diese besser zu schützen, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend im ZDF-„Heute Journal“.
Das könne man „relativ schnell regeln“. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG).
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