Seltenes Training bei Cuxhaven: THW sprengt Löcher in Deiche – Spektakuläre Hochwasser-Übung
Deiche sollen eigentlich vor Wasser schützen.
Doch bei Hochwasserlagen müssen sie teils auch vom Wasserdruck entlastet werden.
Wie das mithilfe von Sprengungen gelingt, haben Spezialisten nun geübt.
Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Niedersachsen haben an der Wurster Nordseeküste (Landkreis Cuxhaven) die kontrollierten Sprengungen von Deichen bei einer Hochwassernotlage geübt.
Das Übungsszenario sei durchaus realistisch, sagte Sven Biskupek, Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen des THW-Ortsverbandes Cuxhaven, der die Übung organisierte.
Er verwies auf das Winterhochwasser 2023/2024 in Niedersachsen . „Da drohte an der Hunte in Oldenburg ein Deich zu brechen und dort hätte man eine Entlastungssprengung durchführen müssen“, sagte Biskupek.
Glücklicherweise sei diese dann doch nicht nötig gewesen.
Doch das THW wolle sich auf solche Einsatzlagen und möglichen Deichsprengungen, um den Wasserdruck von Deichen zu nehmen, vorbereiten.
Daher seien solche Übung hilfreich.
Was genau gesprengt wurde Bei der Übung sprengten Spezialisten an zwei Stellen an einem extra aufgebauten, mehrere Meter hohen Übungsdeich Öffnungen in die Erde.
Der Aufwand für die Übung sei sehr groß, sagte Biskupek. „Das ist schon eine besondere Aktion, die wir hier heute durchgeführt haben.“ Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) verfolgte die Übung. „Ich habe so etwas noch nie gesehen.
Es sah sehr spektakulär aus“, sagte die SPD-Politikerin nach der Sprengung.
Auch die Ministerin betonte, es sei wichtig, dass sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf solche Lagen vorbereiteten.
Deiche sollten eigentlich vor Wasser schützen, sagte Behrens.
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