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Öko-Test zu Gemüsebrühen: Zwei fallen mit Note „ungenügend“ durch, nur zwei mit Bestnote „sehr gut“

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Öko-Test zu Gemüsebrühen: Zwei fallen mit Note „ungenügend“ durch, nur zwei mit Bestnote „sehr gut“

Ob für Suppen, Soßen oder andere Gerichte: Gemüsebrühe aus dem Glas ist ein echter Allrounder in der Küche und in den meisten Haushalten zu finden. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 27 Gemüsebrühen aus Super- und Biomärkten untersucht. Dabei prüften die Tester unter anderem den Salzgehalt, zugesetzte Aromen und mögliche Pestizidrückstände. Das Ergebnis reicht von der Bestnote „sehr gut“ bis zum Urteil „ungenügend“.

Von den 27 getesteten Gemüsebrühen erhielten 17 Produkte die Note „gut“. Drei Brühen wurden mit „ausreichend“ und drei weitere mit „mangelhaft“ bewertet.

Beide Produkte waren frei von nachweisbaren Pestizidrückständen. Auch beim Salzgehalt schnitten sie vergleichsweise gut ab: Die Knorr-Bio-Bouillon enthielt 0,86 Gramm Salz pro 100 Milliliter, die Rewe-Bio-Brühe 0,89 Gramm. Zudem kamen beide Produkte ohne zugesetzte Aromen oder Geschmacksverstärker aus.

Am anderen Ende der Bewertungsskala finden sich zwei Produkte mit der schlechtesten Note „ungenügend“ wieder:

Auffällig ist, dass Knorr damit sowohl bei den Testsiegern als auch bei den Schlusslichtern vertreten ist. Im Gegensatz zum Bio-Produkt konnte die herkömmliche Knorr Gemüse-Bouillon im Test nicht überzeugen.

Beim Salzgehalt unterscheiden sich die beiden Produkte deutlich. Während die Knorr Gemüse-Bouillon mit 0,59 Gramm Salz pro 100 Milliliter den niedrigsten Wert im Test aufweist, gehört die Cook!-Bouillon mit 1,10 Gramm zu den salzreichsten Produkten.

In beiden durchgefallenen Produkten wurden außerdem Pestizidrückstände nachgewiesen. Die Cook!-Bouillon enthielt Spuren von zwei Pestiziden, darunter Clothianidin. In der Knorr Gemüse-Bouillon wurden sogar Spuren von drei Pestizide festgestellt, darunter Clothianidin und Difenoconazol.

Öko-Test bewertet die nachgewiesenen Pestizide als besonders problematisch. Das Fungizid Difenoconazol steht nach Angaben der Europäischen Chemikalienagentur und gemäß der CLP-Verordnung unter Krebsverdacht und gilt als gewässergefährdend.

Das Insektizid Clothianidin sowie das Breitbandfungizid Pyraclostrobin werden zudem als vermutlich reproduktionstoxisch (beeinflusst die Fortpflanzungsfähigkeit) für den Menschen eingestuft. Clothianidin gilt außerdem laut dem Pestizid-Aktions-Netzwerk als hoch bienentoxisch und ist bereits seit 2019 nicht mehr in der Europäischen Union zugelassen.

Neben Pestizidrückständen untersuchte Öko-Test auch den Salzgehalt und den Einsatz von Aromen sowie Geschmacksverstärkern. Bei vielen Gemüsebrühen lag der Salzgehalt über einem Gramm pro 100 Milliliter – ein vergleichsweise hoher Wert.

Das Bundeszentrum für Ernährung weist darauf hin, dass die Menschen in Deutschland generell zu viel Salz aufnehmen . Männer konsumieren demnach durchschnittlich etwa zehn Gramm Salz pro Tag, Frauen mehr als acht Gramm. Damit liegt die tägliche Zufuhr bei über 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer über der empfohlenen Höchstmenge von sechs Gramm. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar nur maximal fünf Gramm täglich.

Eine zu hohe Salzzufuhr kann, je nach Veranlagung, zu einem erhöhten Blutdruck führen.

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