Ausbau erneuerbarer Energien: Ebling drückt beim Netzausbau aufs Tempo
Wirtschaftsminister Ebling macht sich für den Netzausbau stark: Wie Engpässe beseitigt und regionale Besonderheiten beim Ausbau von Windkraft berücksichtigt werden sollen.
Rheinland-Pfalz ist mit seinem ambitionierten Ausbau-Ziel bei den erneuerbaren Energien nach Einschätzung von Klimaschutzminister Michael Ebling auf einem guten Weg. „Der Zubau von 1.500 Megawatt pro Jahr ist ein ehrgeiziges Ziel, ich bin aber optimistisch, überzeugt, dass man das schaffen kann und dass man ehrgeizige Ziele braucht“, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Bei den verfügbaren Flächen für Windenergie sei Rheinland-Pfalz auf einem guten Weg.
Bis 2030 sollen 2,2 Prozent der Fläche dafür ausgewiesen sein.
Die fünf Planungsregionen hätten unterschiedliche Voraussetzungen. „Im Mittelrheintal sind die Bedingungen anders als in den Hunsrückhöhen.“ Regionale Besonderheiten beim Flächenausbau berücksichtigen Ebling sagte, er sei davon überzeugt, dies unter Berücksichtigung der regionalen Besonderheiten ausgewogen hinzubekommen.
Ebling ist auch Minister für Landesplanung und Wirtschaft.
Im Rhein-Hunsrück-Kreis mit seinem über Jahre hinweg „vorbildlichsten Ausbau “ etwa müssten sich die Menschen jetzt keine Sorgen um den Soonwald oder eine Überbeanspruchung der Flächen machen. „Wir wollen die Menschen ja mitnehmen.“ Der Ausbau der Netze sei allerdings anspruchsvoller geworden, betonte Ebling. „Da haben wir Engpässe, nicht nur in Rheinland-Pfalz.“ Um die Batteriespeicher ans Netz zu bringen, seien Knoten notwendig und die Netze seien dazu teilweise einfach noch nicht in der Lage. „Wir müssen einen wirklich starken Fokus darauf lenken, dass wir die Netze in den nächsten Jahren weiter ertüchtigen.“ „Netzwerkstatt“ im Herbst soll beim Ausbau helfen Bei einer „Netzwerkstatt“ im Herbst sollen mit regionalen und den großen überregionalen Netzbetreibern Prioritäten für den Ausbau gesetzt werden, kündigte Ebling an. „Wir brauchen einen starken Fokus auf die Netzertüchtigung und eine Planung, wie wir Netzkapazitäten schaffen.“ Dies sei notwendig, um etwa neue Gewerbegebiete anzusiedeln. „Engpässe im Netz dürfen nicht unseren wirtschaftlichen Erfolg gefährden“, betonte Ebling.
Darauf will der SPD -Politiker auch im Beirat der Bundesnetzagentur drängen, dem er jetzt neu angehören wird.
Die Bundesregierung sei auch in der Pflicht: Deutschland müsse bei der Digitalisierung der Netze „eine ordentliche Schippe drauflegen“. „Wir müssen in der Digitalisierung unserer Netze eine klarere, auch bundesgesetzliche Regelung und Fristen bekommen.“
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