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Pittsburgh Steelers: Aaron Rodgers als Optimist im Stahlbad

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Pittsburgh Steelers: Aaron Rodgers als Optimist im Stahlbad

Es gibt nur wenige Sportler, die im fortgeschrittenen Alter von 42 Jahren noch Träume haben. Und bei denen noch viele Bäume in den Himmel der Liebe wachsen. Schon gar nicht in einer der Disziplinen, die so auf die Knochen gehen wie American Football.

Umso erstaunlicher, dass Aaron Rodgers vor seiner 22. und laut eigenen Angaben letzten NFL-Saison das Zielfernrohr auf einen Punkt justiert hat, der sich fast 4000 Kilometer Luftlinie von seinem Arbeitsplatz in Pittsburgh entfernt befindet. Dorthin, wo Anfang Februar im Sofi Stadium in Los Angeles der nächste Super Bowl ausgespielt wird .

„Natürlich“, sagte er vor ein paar Tagen einem Reporter, war er „nur deshalb“ und mit dieser Ambition nach einem vielversprechenden, aber am Ende enttäuschenden Jahr zu den Steelers zurückgekehrt. Zurück zu einem Kader, der mit jeder der 31 anderen Mannschaften mithalten könne. Keine Frage, fügte er hinzu. Er „glaube an die Jungs“, mit denen er an diesem Sonntag (19.00 Uhr MESZ bei Sky) zu Hause gegen die Atlanta Falcons in die erste Begegnung der neuen Saison geht.

Was auf den ersten Blick nach übertriebenem Optimismus klingt, war für Rodgers, der 2005 bei den Green Bay Packers angeheuert hatte, aber die ersten drei Jahre nur auf der Ersatzbank saß, schon immer ganz normal. Genauso wie die Belege, die sich dabei irgendwann einstellten. Wie etwa 2011, als er das erste und einzige Mal das Saisonfinale gewann. Oder jene vier Jahre, in denen er als wertvollster Spieler der regulären NFL-Saison ausgezeichnet wurde.

Diesen Charakterzug hat er immer wieder ohne Umschweife als sein besonderes Plus beschrieben: „Mein Selbstvertrauen hat nie nachgelassen. Wenn ich übersehen wurde, habe ich mich deswegen nicht schlechter gefühlt. Ich habe immer an meine Fähigkeiten geglaubt und mir immer wieder gesagt: ‚Ich brauche nur eine Chance, und wenn ich diese Chance bekomme, werde ich mein Bestes geben.‘“

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Sein Bestes? Ein Repertoire, mit dem er sich – hinter Tom Brady, Peyton Manning und Patrick Mahomes – einen Platz unter den besten zehn Quarterbacks der letzten Jahrzehnte sichern konnte. Seine Markenzeichen: herausragendes Wurfvermögen, gepaart mit einer außergewöhnlichen Zielgenauigkeit bei langen Pässen, sowie ein siebter Sinn dafür, das Lederei nicht zu verhaspeln, wenn gegnerische Kolosse heranstürmen und ihn unter sich begraben.

Kein Wunder, dass er in seiner Zeit bei den Packers sowie an den weiteren zwei Stationen bei den New York Jets (2023 und 2024) und in Pittsburgh zu einem begehrten Quarterback wurde. Und zu einem reichen Mann, der im Laufe seiner Karriere eine Bruttogehaltssumme von umgerechnet rund 350 Millionen Euro einspielen konnte.

Jemand, dem man nachsieht, dass er mit einem Stoff wie Ayahuasca hantiert, einem traditionellen Psychedelikum in der Schamanenkultur der Amazonas-Region („Das hat mir geholfen zu erkennen, wie ich mich bedingungslos selbst lieben kann“).

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