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Kultur

Migrationskrise in Spanien: Ceuta: Demonstranten legen Feuer in Migrantenlager

Stern ·
Migrationskrise in Spanien: Ceuta: Demonstranten legen Feuer in Migrantenlager

Das Rote Kreuz wird blockiert, im Migrantenlager Feuer gelegt: Die Forderungen in Ceuta nach Rückführung von Migranten werden rabiater.

Die Regierung ringt um Lösungen – und steht unter Druck.

Demonstranten haben in einem Lager von Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta Feuer gelegt und die sofortige Rückführung der Menschen nach Marokko gefordert.

Am Strand Benítez, wo Migranten seit Wochen campieren, waren in Fernsehbildern Zivilisten zu sehen, die immer wieder Gegenstände ins Feuer warfen.

Polizisten trennten die Demonstranten von den Migranten, die sich auf eine Mole zurückgezogen hatten.

Zuvor hatten Demonstranten bereits versucht, Fahrzeuge des Roten Kreuzes mit Lebensmitteln und Wasser für die Migranten zu stoppen.

Mehrere tausend Migranten harren weiter in der Exklave aus Ende Juli waren bei einem Massenandrang bis zu 80.000 Migranten von Marokko aus nach Ceuta gekommen, viele schwimmend.

Mindestens 96 von ihnen kamen dabei nach offiziellen Angaben ums Leben.

Die meisten der Migranten kehrten kurz darauf zurück, aber mehrere Tausend harren weiter in der Exklave aus.

Die konservative spanische Opposition fordert, die Menschen zurückzuschicken.

Internationale Verträge und spanische Gerichtsurteile untersagen aber Kollektivabschiebungen und schreiben eine Einzelfallprüfung vor.

Besonderen Schutz genießen unbegleitete Minderjährige.

Es soll sich um etwa 1.500 Kinder und Jugendliche handeln.

500 besonders gefährdete von ihnen, vor allem Mädchen, sollen auf das spanische Festland gebracht werden.

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