Streit um Drogen: 15-Jährigen erstochen: 23-Jähriger schweigt vor Gericht - vorerst
Ein Jugendlicher stirbt nach einem Streit im März in Eckernförde. Der Täter flüchtet zunächst, nach zwei Wochen stellt sich jedoch ein Verdächtiger. Er wird vor Gericht wohl eine Aussage machen, allerdings nicht am ersten Prozesstag.
Die tödlichen Folgen eines mutmaßlichen Drogengeschäfts in Eckernförde beschäftigen das Kieler Landgericht. Wegen eines folgenschweren Streits am 11. März auf einem Parkplatz der Ostseestadt muss sich ein Bremer in Schleswig-Holstein verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mittlerweile 23-Jährigen Totschlag und einen Verstoß gegen das Cannabisgesetz vor - sein Opfer war 15 Jahre alt.
Zu Prozessbeginn schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger kündigte jedoch an, dass sich sein Mandant im Laufe des Prozesses sicherlich einlassen werde. "Aber nicht heute."
Nach Überzeugung der Kieler Staatsanwaltschaft steht der Fall im Zusammenhang mit einem Drogengeschäft. Das spätere Opfer und dessen Bruder hätten sich zu einem Treffen mit dem Angeklagten auf dem Parkplatz des Supermarktes verabredet, sagte Staatsanwältin Gesine Flemming. Der Angeklagte sei mit einem Begleiter in einem weißen Mietwagen gekommen.
Das Treffen eskalierte laut Anklage jedoch derart, dass es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen kam. Das spätere Opfer und sein Bruder hätten zuvor den Plan gefasst, das Duo "abzuziehen", sagte die Staatsanwältin. Die nicht unerhebliche Menge Cannabis hätten die Eckernförder mit 184 gefälschten 50-Euro-Scheinen bezahlen wollen - macht 9200 Euro.
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