Olympia 2032: Krokodilfluss Fitzroy River wird Ruderstrecke in Brisbane
Müssen Ruderinnen und Ruderer bei ihren olympischen Wettkämpfen gefräßigen Krokodilen ausweichen?
Jedenfalls ist der Fitzroy River bei Rockhampton als Austragungsort für Rudern, Para-Rudern, Kanu-Sprint und Para-Kanu bei den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane bestätigt worden, wie die Regionalregierung von Queensland mitteilte. Der Fluss ist Lebensraum zahlreicher Salzwasserkrokodile.
Die internationale technische Prüfung der geplanten Wettkampfstrecke sei abgeschlossen und positiv ausgefallen, teilte die Regionalregierung mit. Dabei ging es allerdings weniger um die Krokodile im Fluss, sondern um Bedenken wegen starker Strömungen, häufiger Überschwemmungen und hoher Sedimentmengen im Fluss. Mehr als 500 Ruderinnen und Ruderer, darunter der ehemalige australische Olympiasieger Drew Ginn, hatten sich in einem offenen Brief für einen anderen Standort im Südosten Queenslands ausgesprochen.
Der Wettkampfort habe die unabhängige Begutachtung »mit Bravour« bestanden, sagte der Regierungschef von Queensland, David Crisafulli, im Landesparlament. Der Ruder-Weltverband World Rowing und der Kanuverband Paddle Worldwide hätten die Ergebnisse geprüft und den Standort ebenfalls gebilligt.
Die geplante Strecke im Fitzroy River wurde daraufhin unabhängig technisch geprüft – unter anderem mit Blick auf Flussbett, Strömungen, Wasserstände sowie Wind-, Wetter- und Umweltbedingungen. Hinzu kamen Untersuchungen vor Ort und Modellberechnungen.
Wie die Sportler speziell vor Krokodilen geschützt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Jedoch gibt es schon länger einen Managementplan der Behörden: Große Tiere und Krokodile mit gefährlichem Verhalten werden etwa gezielt entfernt.
Außerdem wird der Standort bereits seit Jahren als olympisches Trainingsgelände genutzt. Der Chef der Olympischen Spiele in Brisbane Andrew Liveris wies zudem Befürchtungen zurück und sagte: »Es gibt Haie im Ozean, und wir surfen trotzdem.«
5 Min Zur Merkliste hinzufügen Neuer Sportstaatsminister Ronald Rauhe: Jetzt warten schwierigere Gewässer auf ihn Von Peter Ahrens 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Erfolgreiches Referendum in NRW: Sind in Deutschland plötzlich alle Olympiafans? Von Peter Ahrens 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Nach Angaben der Regionalregierung bietet der Fluss auf einem 2,7 Kilometer langen Abschnitt genügend Platz für eine internationale Strecke. Vorgesehen ist eine 2000 Meter lange Regattastrecke mit acht Bahnen sowie Bereichen für Start und Ziel. Eine Verbreiterung des Flusses oder Ausbaggerungen seien nach den Untersuchungen nicht erforderlich, sagte Queenslands stellvertretender Premier Jarrod Bleijie.
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