Bremen heiß auf Party-Triple - Der geilste Werder-Tag des Jahres
Das gab es bei Werder schon lange nicht mehr. Erstmals in dieser Saison gehen die Bremer gegen Paderborn (Sa., 15.30 Uhr, Sky) als klarer Favorit in ein Bundesliga-Spiel. Es riecht nach dem dritten Heimsieg in Folge und einem herrlichen Party-Samstag für die Fans. Denn im Stadion wird der 100. Geburtstag des Weserstadions gefeiert. Am 17. Oktober 1926 wurde die ABTS-Kampfbahn mit einem 4:5 von Werder bei Gastgeber ABTS (Allgemeiner Bremer Turn- und Sportverein) eingeweiht.
Zur Würdigung des Geburtstags tragen die Profis ein Sondertrikot mit Weserstadion-Stickerei am Kragen. Mit dem Stadion im Nacken will Werder den Aufsteiger knacken, der erst drei Törchen auf dem Konto hat. Die Sieg-Party könnten die Fans anschließend auf dem beliebten Freimarkt (am Freitag gestartet) begießen. Es wäre ein echtes Party-Triple. Trainer Daniel Thioune (52): „Für die Bremer ist es ein sehr, sehr besonderes Fest und natürlich macht es deutlich mehr Spaß, wenn vorher die Werder-Mannschaft erfolgreich war.“
Der Trainer wird allerdings nicht als großer Freimarkt-Gänger in die Geschichte eingehen. Thioune : „Grundsätzlich bin ich ein geselliger Typ. Ich bin aber niemand, der großartig Feierlichkeiten sucht, und man wird mich dort privat vielleicht nicht antreffen.“ Bei seiner vorigen Station Fortuna Düsseldorf blieb ihm der regional fest verwurzelte Karneval fremd. Thioune: „Dazu habe ich keinen Zugang gefunden.“
Wichtiger ist, dass seine Spieler einen Zugang zum Spiel finden. Bremens Coach: „Natürlich wäre es schön, wenn jeder eine gute Erinnerung an den 100. Geburtstag hat. Das Weserstadion ist ein ganz besonderer Standort. Gerade in den letzten Heimspielen haben wir es geschafft, das Stadion anzuzünden, aber auch die Fans haben uns angezündet. Wir wollen unsere Party feiern.“
Gelingt das, setzt sich Werder in der oberen Tabellenhälfte fest. Hat Werder sogar das Zeug zum Überraschungsteam der Saison? Thioune wiegelt ab: „Natürlich befinde ich mich lieber in der oberen Tabellenhälfte als in der unteren. Aber ich finde immer, wir sollten bodenständige Ziele haben. Schnellstmöglich 40 Punkte zu erreichen, finde ich gut und ambitioniert.“
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