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Steuerreform: Klingbeil warnt vor „Opposition in Regierung“ bei Steuern

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Steuerreform: Klingbeil warnt vor „Opposition in Regierung“ bei Steuern

Nach langen Beratungen kommt die Einkommensteuerreform von Union und SPD ins Kabinett.

Mit der Einigkeit über den Kurs bei Entlastungen ist es aber so eine Sache.

Unmittelbar vor dem Kabinettstermin für die geplante Einkommensteuerreform kommt in der schwarz-roten Koalition wieder Zwist über weitergehende Entlastungen auf.

Das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) hält die Pläne für nicht ausreichend, wie aus einem bekanntgewordenen Schreiben hervorgeht.

Das Ressort machte aber klar, die Reform mitzutragen.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) reagierte mit Kritik auf das Schreiben. „Eine Opposition in der Regierung wird am Ende allen schaden“, sagte der Vizekanzler am Rande eines G20-Ministertreffens in den USA.

Das Kabinett soll an diesem Mittwoch die Reform auf den Weg bringen, auf die sich die Spitzen von Union und SPD bereits in Grundzügen verständigt hatten.

Nach dpa-Informationen einigte man sich auf noch auf Details zur Erhöhung begünstigter Sonn- und Feiertagszuschläge.

Mit der Reform sollen ab 2028 insgesamt Entlastungen von jährlich zehn Milliarden Euro zusammenkommen.

Fokus auf kleine und mittlere Einkommen Klingbeil verteidigte seinen Entwurf und betonte den Fokus auf Familien, kleine und mittlere Einkommen.

Seine Vorschläge zur Finanzierung weitergehender Entlastungen etwa durch Erhöhungen von Erbschaftsteuer und Spitzensteuersatz habe der Koalitionspartner abgelehnt.

Letztlich hätten alle Partner dem Entwurf zugestimmt.

Vom Kabinett geht er in den Bundestag, wo Änderungen nicht ausgeschlossen sind.

Klingbeil zeigte sich offen, betonte allerdings: „Aber das Geld muss dann auch erstmal gefunden werden.“ Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Steffen mahnte in dem Schreiben an das Finanzministerium weitere „Entlastungs- und Reformmaßnahmen zusätzlich zum vorliegenden Einkommenssteuerreformgesetz“ an.

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