Energiewende: 18.000 Batteriespeicher in Hamburg - Kein Vorteil fürs Netz
Die Produktion von Wind- und Solarstrom unterliegt starken Schwankungen, die das Netz belasten.
Können Batteriespeicher das Problem lösen? Die Zahl der Anlagen in Hamburg steigt immerhin stark an.
Die Zahl der Batteriespeicher in Hamburg hat sich seit 2022 mehr als versiebenfacht.
Sie wuchs von rund 2.400 auf jetzt knapp 17.800, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken in der Bürgerschaft hervorgeht.
Die Speicherkapazität vergrößerte sich von 24 auf 177 Megawattstunden.
Fast alle Speicher (97 Prozent) sind aber mit einer Kapazität von jeweils weniger als 20 Kilowattstunden (0,02 Megawattstunden) sehr klein.
Nach Angaben des Senats können Stromspeicher grundsätzlich zur Netzstabilität beitragen.
Das ist gegenwärtig aber kaum der Fall.
Das Geschäftsmodell der Betreiber von Großspeichern richte sich nach Preisschwankungen an der Leipziger Strombörse, nicht nach den fluktuierenden Strommengen im Übertragungsnetz, erläuterte der Sprecher der Hamburger Energienetze GmbH, Axel Schröder.
Betriebswirtschaftlich lohnten sich die Speicher, aber ihr Strombedarf könnte bei einem weiteren Wachstum die zur Verfügung stehenden Netzkapazitäten übersteigen.
Größter Batteriespeicher Hamburgs seit April in Betrieb Das Hamburger Stromverteilungsnetz ist auf eine Höchstleistung von 1.800 Megawatt ausgelegt.
Der Strom kommt über nur drei Hauptumspannwerke, was die Kapazität begrenzt.
Die vielen kleinen Speicher, die etwa Eigenheimbesitzer in Kombination mit Solaranlagen betreiben, haben für die Netzstabilität keine Bedeutung.
Sie perspektivisch als „Schwarmspeicher“ zu steuern, sei noch ein Fernziel, sagte Schröder.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.