Wegner nach Olympia-Aus - „Ein trauriger Tag für Berlin“
Berlin – Die Olympia -Enttäuschung in der Hauptstadt ist riesig. Nachdem am Mittwoch klar wurde, dass Berlin sich aus dem Kampf um das deutsche Bewerber-Ticket für die Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 zurückzieht, zeigt die Berliner Politik ihre ganze Enttäuschung. Denn nach dem Wahlsieg der Linken und der schwachen Bewertung einer Expertenkommission, die Berlin mit 74,6 von 100 Punkten deutlich hinter den Mitbewerbern München (87 Punkte) und KölnRheinRuhr (85) sah, blieb nur noch der Rückzug. Iris Spranger (65/SPD), Berliner Senatorin für Inneres und Sport, sagte bei der heutigen Pressekonferenz: „Für mich ist es der schrecklichste Morgen, den ich bei einer Pressekonferenz erleben darf. Ich gehe gerne zu Pressekonferenzen, heute hätte ich es am liebsten nicht gemacht.“ Auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (54/CDU) schlägt dramatische Töne an: „Heute ist ein trauriger Tag für Berlin.“
Spranger und Wegner bedankten sich bei allen, die mit ihnen anderthalb Jahre lang an der Berliner Olympia-Bewerbung gearbeitet haben. Diese Arbeit ist jetzt umsonst, was die Politiker mächtig auf die Palme bringt! Spranger kritisiert auch die Methodik der Expertenkommission: „Die große Unterstützung durch die Bevölkerung wurde zu wenig berücksichtigt.“ Beim Faktor „Internationale Strahlkraft“ bekam Berlin den klaren Bestwert. Spranger dazu: „Infrastruktur lässt sich aufbauen, internationale Strahlkraft jedoch nicht!“ Die Wut in ihren Worten ist deutlich.
Berlin habe unter anderem bei der Fußball-EM 2024, bei NBA- und NFL -Spielen sowie zuletzt der Frauen-Basketball-WM gezeigt, wozu es fähig sei. Bei Olympia wird das nun nicht mehr nötig sein.
Der endgültige Sargnagel der Berliner Bewerbung waren die Aussagen der Linken-Spitzenkandidaten Elif Eralp (45), die das Thema Olympia-Bewerbung im Nachgang ihres Wahlsieges direkt als „erledigt“ erklärte. Ein Gesprächsangebot lehnte Eralp laut Wegner ab.. „Leider wurde uns diese Chance genommen, leider wurde der Stecker gezogen“, so Wegner.
Spranger hält fest: „Die Bewerbung Berlin-Plus gehört keiner Partei und keiner einzelnen Regierung. Sie gehört den Berlinerinnen und Berlinern. Berlin plus war eine große Chance, die weit über den Sport hinausgeht.“
Um diese große Chance für eine Region kämpfen jetzt nur noch KölnRheinRuhr und München. Statt eines Dreikampfes gibt es am Samstag in Baden-Baden nur noch ein Zweier-Duell. Wer die Wahl gewinnt, hat dabei noch lange keine Olympischen Spiele. Er hat nur das deutsche Bewerber-Ticket gelöst.
Die Konkurrenz wird stark. Katar. Indien. Vielleicht Madrid . Sie wollen gegen Deutschland antreten. Doch Berlin will helfen! Spranger und Wegner betonten bei der Pressekonferenz mehrfach, dass man die verbliebenen Bewerber unterstützen wolle, falls nötig. Dabei erwähnten Sie erneut das Know-how, das man von der Ausrichtung vergangener Großereignisse habe.
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