Wichtige Verkehrsprojekte: Mehr Tempo für marode Brücken – NRW setzt auf Innovationen
NRW will marode Brücken schneller sanieren – mit weniger Bürokratie und neuen Bauverfahren.
Die Zeit drängt, denn sonst droht vielerorts ein Verkehrskollaps.
30.000 Brücken gibt es in NRW - und viele von ihnen sind in keinem guten Zustand.
Die Folgen sind längst spürbar: In Bonn fahren Autos und Lastwagen weite Umwege um die gesperrte Nordbrücke, zwischen Köln und Wuppertal fahren wegen einer kaputten Brücke weniger Züge, und in Duisburg legen die Arbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg bald wieder den Bahnverkehr im westlichen Ruhrgebiet weitgehend lahm. „Wenn Brücken ausfallen, gerät alles ins Stocken“, sagt NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne).
Die Landesregierung hat deshalb alle Verkehrs-Akteure bei einer Infrastrukturkonferenz an einen Tisch gebracht.
Herausgekommen ist eine gemeinsame Absichtserklärung.
Mit weniger Bürokratie und mehr Pragmatismus wollen Politik, Bahn und Straßenbaubehörden die Probleme angehen.
Welches Ziel verfolgt NRW mit der Brücken-Initiative? Das Land brauche ein höheres Sanierungstempo, betont Krischer. „Deshalb arbeiten wir enger zusammen, räumen Hürden aus dem Weg und beschleunigen die Umsetzung.“ Entscheidend sei, durch mehr Tempo bei der Brückensanierung zu verhindern, dass wichtige Verkehrswege ganz oder zumindest für schwere Fahrzeuge gesperrt werden müssten.
Wie ist der Zustand der Brücken in Nordrhein-Westfalen ? Mehr als 30.000 Brücken gibt es in Nordrhein-Westfalen.
Sie bringen Autos über Flüsse, Züge über Täler oder sorgen in Autobahnkreuzen für einen reibungslosen Verkehrsfluss - zumindest im Optimalfall.
Denn viele Brücken sind in keinem guten Zustand. „In Nordrhein-Westfalen ist der Sanierungsbedarf von Brücken größer als in anderen Bundesländern.
Das stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen“, schreibt das NRW-Verkehrsministerium.
Wie genau soll der Bau neuer Brücken beschleunigt werden? Die Verkehrs-Akteure versprechen in der gemeinsamen Erklärung, bei allen Projekten schneller und unkomplizierter zusammenzuarbeiten.
Es komme darauf an, „pragmatische Lösungen vor Ort zu finden“, heißt es in dem Papier.
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