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Deutschland

DEAN kommt - Millionen Deutsche bekommen neue Kontonummer

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DEAN kommt - Millionen Deutsche bekommen neue Kontonummer

Wer künftig mit dem digitalen Euro bezahlen will, erhält eine völlig neue Kontonummer. Die sogenannte DEAN soll neben der bekannten IBAN existieren und Zahlungen im geplanten Digitalgeld der Europäischen Zentralbank ermöglichen. Die neue Nummer wird allerdings nicht automatisch an alle Bankkunden vergeben. Wer keine digitale-Euro-Geldbörse eröffnet, bekommt auch keine DEAN. Fest steht zudem: Bargeld und Girokonto bleiben erhalten, viele Details sind noch nicht geklärt.

Die neue Kennung heißt „Digital Euro Account Number“, kurz DEAN. Sie soll künftig Konten kennzeichnen, auf denen digitale Euro liegen, meldet unter anderem die „ Berliner Zeitung “. Während sich aus einer klassischen IBAN das Land und oft sogar die Bank erkennen lassen, verrät die DEAN fast nichts über ihren Besitzer. Die 18-stellige Nummer beginnt immer mit „EU“, enthält Prüfziffern, eine Kennung für Privat- oder Geschäftskonten und eine individuelle Seriennummer. Wer dahintersteckt, soll daraus nicht ersichtlich sein. Die Nummer wird zentral vom Eurosystem vergeben und bleibt selbst bei einem Anbieterwechsel erhalten. Wichtig für Verbraucher: Eine DEAN gibt es nur für Menschen, die sich aktiv für ein Konto für den digitalen Euro entscheiden. Girokonto, IBAN und Bargeld sind davon nicht betroffen.

Niemand soll die neue Nummer auswendig lernen müssen. Nach den aktuellen Plänen können Nutzer stattdessen ihre Handynummer als Ersatz (Alias) hinterlegen. Wer Geld senden möchte, müsste dann nur die Telefonnummer kennen. Allerdings ist pro DEAN nur eine Mobilnummer erlaubt.

Für Menschen ohne Smartphone sieht der Entwurf eine spezielle Zahlungskarte vor. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank sollen die Konten zudem mit verschlüsselten Kennungen arbeiten, die den Besitzer nicht direkt verraten. Die Zentralbanken sollen daraus nicht erkennen können, wem ein Konto gehört. Privatpersonen sollen nur ein einziges Konto für den digitalen Euro besitzen dürfen, Unternehmen dagegen mehrere.

Bis Verbraucher die neue Kontonummer überhaupt sehen, wird noch Zeit vergehen. Die EZB plant für die zweite Jahreshälfte 2027 einen groß angelegten Pilotversuch mit ausgewählten Banken, darunter auch mehrere deutsche Institute. Eine technische Einführung wird derzeit frühestens für 2029 angepeilt.

Ob der digitale Euro tatsächlich kommt, ist allerdings noch nicht endgültig entschieden. Die nötige EU-Gesetzgebung wird weiter verhandelt. Besonders umstritten sind das künftige Guthaben-Limit und mögliche Gebühren. Im Gespräch sind Obergrenzen zwischen 500 und 3000 Euro pro Person.

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