US-Großbank: Milliardenstrafe zehrt am Gewinn der Bank of America
Die Bank of America steht eine Milliarden-Strafzahlung ins Haus.
Der US-Regierung zufolge waren ihre Geldwäsche-Kontrollen nicht strikt genug.
Der Betrag schlägt auf die Quartalszahlen durch.
Eine Milliardenstrafe wegen Gesetzesverstößen hat der Bank of America im dritten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt.
Unterm Strich verdiente das Institut 6,9 Milliarden US-Dollar (6,2 Mrd Euro) nach 8,3 Milliarden ein Jahr zuvor.
Neben der Strafe, die erst am Dienstagabend bekannt geworden war, drückte auch ein unerwartet schwacher Handel mit Anleihen und Aktien auf das Ergebnis.
An der Börse kamen die Ergebnisse schlecht an.
Im vorbörslichen US-Handel ging es für die Aktie der Bank zeitweise um fünf Prozent abwärts.
Die Erträge der Bank im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen im dritten Quartal fielen um 17 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.
Im Aktienhandel wuchsen sie zwar um 11 Prozent, verfehlten jedoch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.
Weil es im Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung besser lief, konnte die Bank ihre gesamten Erträge dennoch um drei Prozent auf 30 Milliarden Dollar steigern.
Verstöße gegen Geldwäsche -Regeln Teuer kamen das Institut die Strafen des US-Finanzministeriums zu stehen.
Die Bank of America muss mehr als 1,2 Milliarden Dollar wegen Verstößen gegen Geldwäsche- und Sanktionsgesetze bezahlen.
Unter anderem habe die Großbank chinesische Geldwäsche-Netzwerke nicht gemeldet, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
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