Wachstum oder neue Krise?: "Wir erleben einen Aufschwung mit angezogener Handbremse"
Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich in diesem Jahr stark verbessert, die Wirtschaftsforschungsinstitute schrauben ihre Konjunkturprognosen herauf und rechnen für 2026 erstmals seit Jahren wieder mit einem ordentlichen Wachstum. Gleichzeitig aber zeichnet sich eine Energiekrise ab. Die Inflation und die Zinsen ziehen an. Auch bei den jüngsten Wahlen dominieren offenkundig wirtschaftliche Ängste. Klaus Wohlrabe leitet die Befragungen des Ifo-Instituts und kennt die Sorgen und Erwartungen in den deutschen Unternehmen genau. Im Interview mit ntv.de erklärt der Ökonom, ob Deutschland vor einem Aufschwung oder vor einer neuen Krise steht.
ntv.de: Ihr Job, die Gemütslage in den deutschen Unternehmen zu beobachten, war in den vergangenen Jahren ja eher düster, wenn man auf die Stimmungslage schaut. Seit einigen Monaten wirkt das Bild aber fast fröhlich optimistisch. Erleben Sie das auch so?
Klaus Wohlrabe: Von Optimismus kann man noch nicht sprechen. Wir sehen einen Aufschwung in der Stimmung. Die Zahl der skeptischen Stimmen nimmt ab - aber die sind nach wie vor in der Mehrheit. Nach fünf, sechs Jahren wirtschaftlicher Stagnation sind positive Nachrichten natürlich willkommen. Trotzdem überwiegt insgesamt noch die Skepsis mit Blick auf die Zukunft. Bis zu echtem Optimismus ist es noch ein weiter Weg.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.n-tv.de — der Inhalt gehört n-tv.