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Kultur

Mordprozess: Fall Fabian: Wieso war Angeklagte frühzeitig am Fundort?

Stern ·
Mordprozess: Fall Fabian: Wieso war Angeklagte frühzeitig am Fundort?

Was zog die inzwischen Angeklagte zu dem Ort, an dem der getötete Fabian gefunden wurde, und zwar schon am Abend vor der eigentlichen Meldung bei der Polizei? Der zuständige Richter fragt genau nach.

Wieso wollte die Angeklagte im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow bereits am Abend, bevor sie der Polizei den Leichenfund gemeldet hat, zum Bereich des Fundortes? In der Begründung der Angeklagten sieht der Vorsitzende Richter des Landgerichts Rostock, Holger Schütt, Widersprüche, wie während seiner erneuten Befragung der Frau am 28.

Verhandlungstag deutlich wurde.

Wieso habe sie einem Bekannten binnen drei Stunden dreimal vorgeschlagen, auf einem Feld zu suchen, wollte er wissen.

Sie hatte erklärt, mit dem Bekannten zuvor Internetvideos geschaut zu haben, in denen der Ort Klein Upahl südlich von Güstrow erwähnt worden sei.

Daher hätten sie sich dort umgeschaut.

Schütt wandte ein, selbst wenn der Ort bereits zuvor im Internet erwähnt worden sei, sei von einem Feld keine Rede gewesen.

Fabian galt seit 10.

Oktober als vermisst.

Am 14.

Oktober meldete die mittlerweile Angeklagte der Polizei den Fund einer Leiche bei Klein Upahl.

Nach eigener Aussage fand sie den Jungen zufällig.

Bereits zuvor war sie mit Zeugen am Fundort , die dies auch im Prozess ausgesagt haben.

Vorschlag als „frischer Gedanke“ oder wegen Internetvideos? Schütt zeigte sich auch verwundert darüber, dass in Sprachnachrichten, in denen die Angeklagte dem Bekannten eine Suche bei Klein Upahl vorschlägt, von den Internetvideos keine Rede war, die beide ja nach Aussage der Angeklagten kurz zuvor geschaut haben und Grund für den Vorschlag sein sollen.

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