Neue Zugverbindung: Mehr Komfort und Tempo - Frecciarossa auf Probefahrt
Ledersitze, kostenlose Drinks und kein Umsteigen mehr - im Frecciarossa sollen Fahrgäste bequem nach Italien reisen können.
Zurzeit ist der Zug aber noch ein rollendes Testlabor.
Bequem mit dem Zug nach Rom oder Mailand - das soll künftig mit dem italienischen Schnellzug Frecciarossa gehen.
Ohne Umsteigen, in gemütlichen Ledersitzen oder gegen Aufpreis in drehbaren Sesseln mit Fußstütze, kostenlosen Getränken und Speisen.
Doch bis dahin sind noch etliche Probefahrten nötig, damit der Frecciarossa über deutsche und österreichische Schienen rollen kann.
Ein erster umgerüsteter roter Pfeil - so heißt der Zug auf Deutsch übersetzt - ist seit Mitte Juni testweise zwischen Nürnberg und Ingolstadt sowie zwischen Leipzig und Erfurt unterwegs.
Ein zweites Fahrzeug fährt seit August in Österreich von Kufstein bis zum Brenner sowie zwischen Salzburg und Wien.
An diesem Tag steht der italienische Schnellzug allerdings vor typisch deutschen Problemen: Wegen einer Weichenstörung startet die Probefahrt nicht in Ingolstadt , sondern in Kinding, einer Regionalzug-Haltestelle auf der Strecke nach Nürnberg.
Von außen ist der Frecciarossa mit Graffiti beschmiert.
Außerdem muss eine der drei geplanten Testfahrten wegen eines Personenunfalls auf der Strecke ausfallen.
Geplant sind fünf Verbindungen täglich Noch steht deshalb nur auf dem Papier, wie die Fahrgäste von der neuen Direktverbindung von Deutscher Bahn (DB), Trenitalia und Österreichische Bundesbahnen profitieren sollen: Ab Sommer 2027 soll täglich nach DB-Angaben zunächst ein Zug von München nach Rom und einer nach Mailand fahren - und eine Zeitersparnis auf der Strecke von 45 beziehungsweise 75 Minuten bringen.
Später soll es fünf Verbindungen täglich geben.
Ab Dezember 2028 ist zudem eine Verlängerung nach Berlin und Neapel geplant.
Zurzeit gleicht der 200 Meter lange Schnellzug vor allem einem rollenden Testlabor: Im Inneren ziehen sich lange Kabel für die Messtechnik an der Decke entlang.
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