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4300 Meter bergauf - So schlägt sich ein E-Auto im Extremtest

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4300 Meter bergauf - So schlägt sich ein E-Auto im Extremtest

Wie stark leidet ein Elektroauto, wenn es bei Sommerhitze auf 4300 Meter Höhe klettern muss? Wir haben einen Mini Countryman SE All4 über den legendären Pikes Peak geschickt – mit überraschendem Ergebnis.

Der Pikes Peak ist Legende. Walter Röhrl donnerte den 4300 Meter hohen Gipfel in den Rocky Mountains ebenso mit Vollgas hoch wie Ari Vatanen oder Sébastien Loeb. Die Beanspruchung für Antrieb und Bremsen durch große Höhe, Temperaturunterschiede und die steile Strecke ist gigantisch. Doch was passiert mit einem Elektroauto? Wie sehr leiden Akku und Reichweite unter Hitze und Steigung?

Wir haben den Test mit einem Mini Countryman SE All4 gemacht. Kein Sportwagen, kein Elektroauto mit Riesen-Akku, sondern ein Familien-SUV von der Stange: 4,44 Meter lang, 230 kW/313 PS stark, zwei Elektromotoren und ein 64-kWh-Akku im Unterboden.

In Downtown Denver vollgeladen, zeigt das Runddisplay zunächst 306 Meilen Reichweite an – umgerechnet 492 Kilometer. Doch kaum ist der Pikes Peak als Navigationsziel eingegeben, fällt die Anzeige auf nur noch 172 Meilen (277 km). Oha.

Von Denver auf rund 1700 Metern Höhe geht es Richtung Colorado Springs und von dort hinauf auf den 4300 Meter hohen Gipfel. An der Mautstelle stehen noch 68 Meilen (ca. 109 km) Reichweite auf dem Display. Dann beginnt der eigentliche Aufstieg. Anders als einem Verbrenner macht dem elektrischen Mini die immer dünner werdende Luft nichts aus. Kein Motor ringt nach Sauerstoff, kein Turbolader muss in der Höhe Schwerstarbeit leisten.

Kurve für Kurve geht es hinauf. Als der Countryman schließlich den Gipfel erreicht, sind noch 49 Meilen (ca. 79 km) Reichweite übrig. Jetzt kommt der spannende Teil: Wie viel davon holt er sich bergab zurück?

Der rund zwei Tonnen schwere Mini rekuperiert beim Abstieg kräftig. Schon nach wenigen Kehren zeigt der Bordcomputer wieder 78 Meilen (ca. 126 km) an. Bei Glen Cove auf rund 3500 Metern folgt die obligatorische Bremsenkontrolle. Viele Autos haben ihre Bremsen bis hierhin bereits heißgefahren. Ein Chevrolet Silverado und ein Ford F-150 müssen zum Abkühlen auf den Parkplatz.

Dann ist der Countryman dran. Die Parkwächterin schaut auf ihr Digitalthermometer und schüttelt den Kopf: „Haben Sie überhaupt gebremst?“ Weiter geht's. Die Elektromotoren haben einen großen Teil der Verzögerungsarbeit übernommen und dabei Energie zurück in den Akku geschickt.

An der Mautstation stehen nach insgesamt 78 gefahrenen Meilen (ca. 126 Kilometer) wieder satte 158 Meilen (ca. 254 km) Reichweite auf dem Display. Der geplante Ladestopp kann ausfallen. Rund zwei Stunden später steht der Countryman wieder am Startpunkt in Denver – ohne einen einzigen Ladestopp. Trotz Aufstieg auf 4300 Meter und mittlerweile 32 Grad Außentemperatur zeigt er noch 86 Meilen (ca. 138 km) Restreichweite an, also knapp 140 Kilometer. Der Pikes Peak hat dem Elektro-SUV damit deutlich weniger zugesetzt als erwartet. Bergauf frisst die Steigung zwar kräftig Reichweite – doch bergab holt sich der Mini einen erstaunlichen Teil davon zurück.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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