WM in Berlin: „Macherinnen“ in Tränen: Was vom Basketball-Fest bleibt
Berlin war der vorläufige Höhepunkt beim Aufstieg der deutschen Basketballerinnen.
Auch ohne Medaille reisen Leonie Fiebich und Co. stolz ab.
Der Bundestrainer schimpft auf die Strukturen der Liga.
Die Tränen der untröstlichen deutschen Basketballerinnen waren kaum getrocknet, da setzte Bundestrainer Olaf Lange auf dem Pressepodium zum verbalen Rundumschlag an.
Adressat seiner harschen Kritik zum Abschluss einer eindrucksvollen Heim-WM mit Platz vier? Die heimische Bundesliga und ihre verkrusteten Strukturen. „Ich muss dafür Sorge tragen, dass unsere Topspielerinnen ins Ausland gehen“, sagte Lange in Berlin deutlich.
Neun seiner zwölf Spielerinnen befinden sich bereits im Ausland - geht es nach Lange , sollten es besser zwölf von zwölf sein. „So lange sich da in der Liga nichts tut, wird es schwierig, diesen Erfolg zu halten.
Es ist nicht ausreichend, um die Nationalmannschaft nach vorne zu bringen.
Da muss mehr kommen von der Liga“, mahnte der Chefcoach.
Die medizinische Situation bei den Clubs nannte er gar „katastrophal“.
Tränen auf dem Parkett Langes wuchtige Rüge gegen die Liga kam überraschend, schließlich hat der 54-Jährige zehn berauschende Basketball-Feiertage und den größten Erfolg des Frauen-Nationalteams hinter sich.
Nie zuvor hatten die Basketballerinnen bei einem großen Turnier ein Halbfinale erreicht.
Einem breiteren Publikum waren Leonie Fiebich und ihre Kolleginnen schon zu Beginn des Turniers vorgestellt worden: in einer ZDF-Doku mit dem Titel „Macherinnen“.
Doch zum Ende der WM-Sause von Berlin überwog bei den Basketballerinnen ganz klar der Frust.
Einige weinten hemmungslos - auf dem Parkett und später in den Katakomben.
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