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Deutschland

Es geht um einen DFB-Star - Andere Nation tobt wegen Klopp-Nominierung!

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Es geht um einen DFB-Star - Andere Nation tobt wegen Klopp-Nominierung!

Frankfurt – Diese Nominierung kommt nicht überall gut an! Jürgen Klopp (59) sorgt mit seinem XXL-Kader für seine ersten Spiele als Bundestrainer für reichlich Aufsehen. Ganz Deutschland diskutiert über die zahlreichen Neulinge, die sich im Klopp-Aufgebot tummeln. Und: Eine Nominierung sorgt sogar weit weg von hier für riesige Aufregung.

Im Mittelpunkt: Younes Ebnoutalib (23)! Der Stürmer von Eintracht Frankfurt ist eine der riesigen Klopp-Überraschungen. Das allerdings macht den marokkanischen Verband richtig sauer. Denn Ebnoutalib, dessen Vater Faissal Marokkaner ist, ist noch für beide Länder spielberechtigt. Entsprechend baggerten die Nordafrikaner um Trainer Mohamed Ouahbi (50) und die ganze Verbandsspitze zuletzt intensiv um Ebnoutalib. Und schienen gute Chancen zu haben.

Denn bis vor Kurzem hatte der Ex-Elversberger, der weder für Deutschland noch für Marokko U-Länderspiele absolvierte, eine DFB-Nominierung überhaupt nicht für möglich gehalten. Dann kam Klopp vor zwei Wochen zum persönlichen Besuch bei Eintracht vorbei und machte Ebnoutalib klar, dass er ihn unbedingt haben will. Und Ebnoutalib sagte als gebürtiger Frankfurter direkt zu.

In Marokko sorgt das für großen Ärger. Sogar so sehr, dass der Verband diese Entscheidung offenbar nicht offiziell akzeptieren will und nach BILD-Infos Ebnoutalib für die anstehende Afrika-Cup-Qualifikation sogar eine offizielle Einladung schickte. Obwohl der zuvor respektvoll mitteilte, dass er sich für Klopp und sein Geburtsland Deutschland entschieden habe. Doch die Marokkaner scheinen darauf bislang nicht zu hören.

Müssen sie aber spätestens, wenn Ebnoutalib sein DFB-Debüt in der Nations League in Amsterdam gegen Holland (24.9.) oder in Augsburg gegen Griechenland (27.9.) feiert und sich dann für Deutschland festspielt.

Ebnoutalibs Entscheidung steht längst. Das intensive Klopp-Bemühen war dafür ausschlaggebend. Der Bundestrainer ist von Ebnoutalibs Spielweise angetan. Klopp: „Ich habe sein erstes Spiel für Frankfurt gesehen. Und habe mir gedacht: Wo haben die den her? Seine Art zu spielen, seine Bereitschaft, seine Schlauheit auf der letzten Linie, ist außergewöhnlich. Er ist ein großes Talent. Wir mussten im Trainerteam nicht mal diskutieren. Für uns war direkt klar, dass wir ihn nominieren müssen.“

Das dachten sich die Marokkaner offenbar auch. Gehen aber anders als bei vielen anderen Talenten – wie Ayyoub Bouaddi (18/Manchester City), der auch für Frankreich hätte auflaufen können – leer aus. Dass Ebnoutalib seine Nominierung auf einem Fan-Video noch vor offizieller Bekanntgabe selbst bestätigte, brachte selbst den Bundestrainer zum Schmunzeln: „Er hat mir das Video geschickt und sich direkt entschuldigt, dass es ihm rausgerutscht ist. Was ich da aber einfach gesehen habe, ist ein Junge, der sich wahnsinnig freut, dabei zu sein.“ Jetzt müssen sich nur noch die Marokkaner mit der Entscheidung des Stürmers von Eintracht Frankfurt abfinden.

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