Russland: Krieg ist nicht das beste Wahlkampfthema
Kurz vor den Wahlen reist Präsident Putin durch ein verunsichertes Russland. Immer wieder wirbt er für seine „Militäroperation“ in der Ukraine – und behindert damit den Wahlkampf seiner eigenen Partei.
Wladimir Putin war in letzter Zeit ungewöhnlich sichtbar. Im Sommer reiste er auf großer Tour durch Sibirien und darüber hinaus, traf sich mit 20 Gouverneuren, wie die Zeitung Wedomosti berichtete, traf Wissenschaftler, Soldaten und Studenten. Russlands Präsident hat Kindern über den Kopf gestreichelt und seine neue Marineuniform zur Schau gestellt. Kurz: Wladimir Putin hat Wahlkampf gemacht, mit viel gestellter Nähe zu den Menschen. Über die Stimmung im Land scheint er dabei wenig gelernt zu haben. Putin macht wie gewohnt Werbung für seinen Krieg, während in der Bevölkerung die Angst vor dessen Folgen wächst.
Parlamentswahl in Russland : „Je mehr die Behörden manipulieren, desto weniger glauben die Menschen an die Wahl“ Weil die russische Partei Jabloko den Krieg kritisiert, drangsaliert und sanktioniert sie der Staat. Einen Wahlkampf und mutige junge Wahlhelfer gibt es trotzdem – doch die Angst vor dem Kreml ist groß.
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