Versuchter Totschlag - Schalke-Fan nach Bayern-Spiel gewürgt
Gelsenkirchen (NRW) – Nach dem Schlusspfiff von Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04 gegen Bayern München eskalierte die Lage plötzlich: Statt den Punkt gegen den deutschen Rekordmeister zu feiern, gerieten Schalke-Fans auf dem Gelände der Veltins-Arena in Gelsenkirchen aneinander. Was als verbaler Streit begann, endete laut Polizei in einer brutalen Attacke.
Ein Mann (30) aus Siegen soll so heftig gewürgt worden sein, dass er kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Jetzt fahndet die Polizei sogar wegen versuchten Totschlags nach dem mutmaßlichen Angreifer.
Der Vorfall ereignete sich am 5. September gegen 21.25 Uhr vor dem Treppenhaus 6. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet das spätere Opfer mit einer Gruppe von Schalke-Anhängern in Streit. Dann soll ein bislang unbekannter Mann den 30‑Jährigen gewürgt haben. Erst als umstehende Personen eingriffen, ließ der Angreifer von seinem Opfer ab.
Anschließend zog die Gruppe des Tatverdächtigen weiter in Richtung Treppenhaus 4 und feierte dort weiter. Der Siegener ging zunächst nach Hause, ohne die Polizei oder den Rettungsdienst zu verständigen. „Am nächsten Tag suchte der Mann aufgrund von Schmerzen ein Krankenhaus auf“, erklärt Polizeisprecher Stephan Knipp. Dort wurden Verletzungen festgestellt, die laut Ermittlern auf den Angriff zurückzuführen sein könnten.
Die Polizei Gelsenkirchen hat inzwischen eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittler fahnden mit einem Phantombild und Aufnahmen eines Handyvideos nach dem Verdächtigen. Der Mann soll am Tattag ein Schalke-Trikot mit der Rückennummer 8 getragen haben, etwa 1,85 bis 1,90 Meter groß sowie 40 bis 50 Jahre alt sein. Laut Fotos war er zudem mit einer dunklen Hose und dunklen Schuhen bekleidet.
Die Polizei Gelsenkirchen fragt: Wer kennt den Mann oder kann Hinweise zu seiner Identität geben? Zeugen werden gebeten, sich unter 0209/365-0 oder per E-Mail an [email protected] zu melden.
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