Schahid-Alichani-Platz-Prozess: Weitere Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran
Irans Justiz wendet nach der Protestwelle im Januar die Todesstrafe rigoros an.
In Isfahan sorgt der Fall von 14 zum Tode verurteilten Männern für große Bestürzung.
Nun folgt eine weitere Hinrichtung.
Im Iran ist erneut ein Mann im Zusammenhang mit der Protestwelle im Januar exekutiert worden.
Die Hinrichtung erfolgte am Donnerstagmorgen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete.
Der Mann wurde in einem besonders bekannten und umstrittenen Fall zum Tode verurteilt.
In dem als Schahid-Alichani-Platz bekannten Prozess wurden offiziellen Angaben zufolge 14 Männer zum Tode verurteilt, die bei den Unruhen vier Polizisten auf brutale Weise getötet haben sollen.
Ende Juli ließ die iranische Justiz unter großem Aufschrei zwei Männer auf dem Platz in Isfahan öffentlich hinrichten.
Der heute hingerichtete Mann soll ausländischer Staatsbürger gewesen sein, berichtete Misan.
Aus welchem Land er stammte, wurde nicht genannt.
Dem Bericht zufolge war es bereits die vierte Hinrichtung im Zusammenhang mit dem Schahid-Alichani-Platz-Prozess.
Der Mann wurde nach islamischer Rechtsauffassung im Iran unter anderem wegen „Kriegsführung gegen Gott“ und „Korruption auf Erden“ verurteilt.
Menschenrechtler kritisieren, dass solche Urteile Raum für Willkür lassen.
Fast 30 Männer nach Protesten hingerichtet Die iranische Justiz hat mit den neuen Exekutionen nun fast 30 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet.
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