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Digitalisierung trifft auf Tradition - Hightech und Schaufel führen in die Zukunft

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Digitalisierung trifft auf Tradition - Hightech und Schaufel führen in die Zukunft

Breitenfelde - Wenn Jens Born (57) heute auf die Baustellen seiner Mitarbeiter blickt, sieht er mehr als nur Asphalt und Rohre. Er betrachtet ein Lebenswerk, das längst über sich selbst hinausgewachsen ist. 1992 machte sich der frisch gebackene Meister selbstständig, mit dem Mut, etwas Eigenes aufzubauen. Aus dieser Idee wurde die Born-Gruppe, zu der heute unter anderem die Lauenburger Straßen- und Asphaltbau GmbH gehört.

Die Philosophie der Born-Gruppe: Infrastruktur schaffen, die im Alltag oft übersehen wird, aber ohne die nichts funktioniert. „Wir bauen die Straßen, auf denen man zur Arbeit fahren kann“, bringt es der Sohn des Gründers, Jan-Hendrik Born (24) auf den Punkt. Das Familienunternehmen aus Schleswig-Holstein ist mehr als Straßen- und Asphaltbau: Es baut Kanal- und Wasserleitungen sowie die Netze der Zukunft für Wärme, Glasfaser und Strom. Damit steht die Born-Gruppe mitten in der Energiewende und der Digitalisierung .

Hightech statt Schaufel: GPS-Vermessung, GPS-gestützte Verdichtungskontrolle und 2D-Maschinensteuerung gehören längst zum Alltag der 160 Mitarbeiter. Rund 1400 Projekte hat das Unternehmen bislang realisiert. Die öffentliche Hand, Stadtwerke im Versorgungsbereich und gewerbliche Auftraggeber wie andere Straßenbaufirmen bilden die drei wichtigsten Kundengruppen.

Bei aller Technik bleibt die Born-Gruppe ein Familienbetrieb, der für das steht, was den Mittelstand ausmacht: regional, eigenständig und verantwortungsbewusst. „Wir sind sehr lokal verwurzelt, ich nenne es auch gerne Regional-Patriotismus“, sagt Jan-Hendrik Born. Mit ihm, der eine Ausbildung zum Straßenbauer absolvierte und dual Bauingenieurwesen studierte, steht auch die nächste Generation schon bereit.

Die Auftragslage der Born-Gruppe ist gut, doch die Herausforderungen wachsen: Asphalt- und Rohstoffpreise steigen erheblich, ebenso die Dieselkosten für den umfangreichen Maschinenpark. Hinzu kommen strengere behördliche Auflagen bei Lärm- und Umweltschutz sowie die neue Ersatzbaustoffverordnung. Dadurch sind die Kosten für Bodenaushub und Entsorgung deutlich gestiegen. Trotzdem ist der Blick nach vorn optimistisch. Unter anderem der Umbruch am Energiemarkt sorgt dafür, dass viele Versorgungsleitungen erneuert werden müssen. „Arbeit werden wir auf jeden Fall haben, aber wir müssen auch weiterhin Mitarbeiter finden, welche die Tätigkeit ausführen können“, sagt Born mit Blick auf den Fachkräftemangel .

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