Mindestens 95 Tote: Über 380 Touristen nach Sturzflut in Nepal vermisst
Eine starke Sturzflut in Nepal hat mindestens acht Menschen das Leben gekostet.
Hunderte werden vermisst.
Die Wassermassen spülten ganze Dörfer weg.
Eine heftige Sturzflut in Nepal hat nach Behördenangaben mindestens acht Menschen das Leben gekostet.
Zudem würden zahlreiche Menschen, darunter 26 Polizeibeamte, in den betroffenen Hochgebirgsgebieten nahe der Grenze zu Tibet vermisst, sagte ein Sprecher der nepalesischen Polizeibehörde.
Laut der nepalesischen Tourismusbehörde werden derzeit mindestens 384 Touristen vermisst.
Darunter 291 Ausländerinnen und Ausländer.
Nach Berichten der Zeitung „The Kathmandu Post“ und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt.
Unter anderem seien Häuser und Brücken zerstört oder beschädigt worden.
Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an.
Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus.
Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat.
Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte.
Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.
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