Autor gibt Tipps - Diese 4 Dörfer im Harz sollte man unbedingt besuchen
Wer im Harz wandert, stößt nicht nur auf Wälder, Berge und einsame Wege. Gerade die kleinen Dörfer machen den besonderen Reiz der Region aus. Für TRAVELBOOK -Autor Robin Hartmann (gehört ebenfalls zu Axel Springer), der den Harz seit Jahren als Lieblings-Wanderrevier erkundet und zuletzt im August 2026 in vier Tagen 100 Kilometer zurücklegte, gehören sie zu den spannendsten Entdeckungen überhaupt.
Wenn ich im Harz wandern gehe, zieht es mich vor allem in die raue und oft erstaunlich einsame Natur der Region. Doch genauso freue ich mich über jeden kleinen Ort am Wegesrand. Gerade die Dörfer sind es, die dem Harz seinen besonderen Charakter verleihen. Auf meinen Touren entdecke ich immer wieder Geschichten, Traditionen und Plätze, die mich überraschen. Vier davon haben es auf meine persönliche Hitliste geschafft.
Ein Dorf, das mich besonders beeindruckt hat, ist Questenberg. Der Ort wirkt zwischen den steilen Karstbergen fast wie eine Kulisse. Seine größte Besonderheit ist das Questenfest, das jedes Jahr am Pfingstmontag gefeiert wird. Dabei wird ein riesiger Kranz auf einem Hügel über dem Dorf angebracht. Die Tradition soll möglicherweise bis auf die Kelten zurückgehen.
Ganz in der Nähe liegt zudem der Bauernteich, ein periodischer See, der je nach Jahreszeit erscheint und wieder verschwindet.
Ein Pflichtstopp auf meinen Harz-Reisen ist Sophienhof in Thüringen. Der kleine Ort mit rund 60 Einwohnern punktet vor allem mit seiner Ziegenalm. Käse, Wurst und besonders das Ziegenmilch-Eis gehören für mich zu den Highlights. Dazu lassen sich die Tiere direkt in ihren Gehegen beobachten.
Der Ort liegt auf knapp 500 Metern Höhe und ist sogar mit der Harzer Schmalspurbahn erreichbar. Ebenfalls empfehlenswert finde ich den Brauerei-Gasthof „Brauner Hirsch“ mit selbstgebrautem Bier. Von Sophienhof aus starten zudem Wanderungen zum Carlshausturm oder zum Stierbergsteich.
Rübeland beeindruckt mich mit gleich zwei begehbaren Höhlen, der Hermannshöhle und der Baumannshöhle, wobei letztere als älteste Schauhöhle Deutschlands gilt. Hohegeiß wiederum begeistert durch seine Lage oberhalb des wilden Wolfsbachtals mit den bekannten „Dicken Tannen“ und der historischen Wolfsbachmühle von 1700.
Für mich zeigen diese Orte, dass der Harz seine spannendsten Geschichten oft dort erzählt, wo man sie am wenigsten erwartet.
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