Blick über die Grenze: Kind ritzt in Sandstein - Geldstrafe
Das Prebischtor gilt als größtes natürliches Sandstein-Felsentor Europas.
Ein Vorfall bei einem Familienausflug rückt das Wahrzeichen der Böhmischen Schweiz in den Fokus.
Ein Ausflug zum Prebischtor im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz ist einer Familie teuer zu stehen gekommen.
Weil ihr Sohn auf einer der Aussichtsplattformen an der Sandsteinbrücke mit einem spitzen Gegenstand in den Felsen ritzte, musste sie eine Geldstrafe von umgerechnet rund 400 Euro bezahlen, wie die Nationalparkverwaltung mitteilte.
Ein anderer Besucher hatte die Zuwiderhandlung mit seinem Handy gefilmt und die Behörden alarmiert.
Das Kind benutzte offenbar eine Art Lineal oder Geodreieck.
In diesem konkreten Fall habe es sich eher um einen Kinderfehler als um böse Absicht gehandelt, räumte ein Sprecher der Nationalparkverwaltung in einem Post in den sozialen Medien ein.
Dennoch appelliere man an alle Besucher, sich an die Regeln zu halten.
Nur Wind, Wasser und die Zeit sollten die Geschichte der Sandsteinformationen in der Böhmischen Schweiz fortschreiben.
Wahrzeichen auf Privatgelände Das Prebischtor ist das bekannteste Wahrzeichen des tschechischen Nationalparks Böhmische Schweiz, der unmittelbar an die Sächsische Schweiz angrenzt.
Mit einer Spannweite von rund 26,5 Metern gilt es als größtes natürliches Sandstein-Felsentor in Europa.
Obwohl das Prebischtor Teil des Nationalparks ist, befindet es sich seit 1999 auf einem Privatgrundstück.
Damals hatten die staatlichen Forstbetriebe das Areal an einen Unternehmer verkauft.
Für das Betreten muss Eintritt von derzeit fünf Euro je Erwachsenem bezahlt werden.
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