Wegen Speicherkrise - Smartphone-Hersteller Nothing teilt sich auf
Beim Londoner Smartphone-Unternehmen Nothing stehen gravierende Veränderungen an. Carl Pei, Gründer und CEO der Marke, kündigte an, den Budget-Ableger CMF als eigenständiges Unternehmen ausgliedern zu wollen. Damit reagiert das Unternehmen auf die schwierige Lage auf dem Speichermarkt.
CMF soll künftig mehrheitlich in den Besitz indischer Anteilseigner übergehen, während Nothing weiterhin beteiligt bleibt. Die Tochtermarke konzentriert sich auf günstige Smartphones und andere Elektronikprodukte und ist vor allem in Indien stark vertreten.
Mit der Abspaltung setzt Pei ambitionierte Ziele. CMF soll von der hohen Nachfrage nach günstigen Smartphones in Indien profitieren. Inzwischen gibt es dort eine vollständige Lieferkette für die Produktion von Smartphones und kleineren Elektronikgeräten. Laut Pei kann die eigenständige Marke dadurch schneller wachsen und stärker in neue Produkte investieren.
Langfristig strebt der Nothing-Chef 100 Millionen verkaufte Geräte pro Jahr an. Damit hätte CMF mehr Macht gegenüber Zulieferern und könnte die Entwicklung von Software, Kameras und KI-Funktionen vorantreiben, so Pei.
Die Abspaltung erfolgt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den Markt. Bereits im Juni hatte Nothing vor stark gestiegenen Speicherpreisen gewarnt. Dadurch werde es immer schwieriger, günstige Smartphones zu bauen. Ein für dieses Jahr geplantes CMF-Modell sagte das Unternehmen deshalb ab. Nur einen Monat später sorgten Berichte über einen möglichen Rückzug aus mehreren Ländern für Aufsehen. Nothing wies diese Berichte damals zurück. Ob weitere Umbauten folgen, ist offen. Wann CMF als eigenständiges Unternehmen sein erstes neues Gerät präsentiert, hat Pei bislang nicht mitgeteilt.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.