Vor Kälteeinbruch - Was im Herbst im Garten zu tun ist
Der Sommer verabschiedet sich, doch im Garten beginnt eine wichtige Arbeitsphase. Wer jetzt pflanzt, nachsät und den Balkon neu bestückt, schafft gute Voraussetzungen für kräftige Pflanzen und ein farbenfrohes Frühjahr.
Lesen Sie hier, welche Gartenarbeit im September ansteht und wie Sie Stauden, Blumenzwiebeln, Gehölze, Rasen und Balkonkästen richtig versorgen.
Winterharte Stauden wie Veilchen, Christrosen, Lungenkraut, Tränendes Herz oder Pfingstrosen können im Frühherbst gepflanzt werden. Wählen Sie den Standort passend zu den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze.
Lockern Sie den Boden und arbeiten Sie reifen Kompost ein. Das Pflanzloch sollte breiter als der Wurzelballen sein. Setzen Sie die Staude so ein, dass sie ungefähr so tief steht wie zuvor im Topf. Füllen Sie Erde auf, drücken Sie diese vorsichtig an und wässern Sie gründlich.
Wichtig: Nicht jede Staude muss im Herbst zurückgeschnitten werden. Trockene Stängel und Samenstände bieten Insekten und Vögeln Nahrung sowie Schutz.
Krokusse, Schachbrettblumen, Tulpen, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Narzissen und Winterlinge können im Herbst in die Erde. Als Faustregel gilt: Das Pflanzloch sollte etwa zwei- bis dreimal so tief sein, wie die Zwiebel hoch ist.
Setzen Sie die Zwiebel mit der Spitze nach oben ein. Bei schweren, nassen Böden hilft eine Schicht grober Sand gegen Staunässe. Anschließend Erde auffüllen und angießen.
Kleine Frühblüher wirken besonders schön in Gruppen. Markieren Sie die Pflanzstellen, damit die Zwiebeln bei späteren Arbeiten nicht versehentlich beschädigt werden.
Dahlien, Gladiolen und Knollenbegonien vertragen keinen starken Frost. Warten Sie bei Dahlien möglichst ab, bis das Laub nach dem ersten leichten Frost abstirbt. Schneiden Sie die Triebe zurück und holen Sie die Knollen vorsichtig mit einer Grabegabel aus der Erde.
Lassen Sie anhaftende Erde abtrocknen. Eingelagert werden nur feste, gesunde Knollen ohne Verletzungen oder Faulstellen. Bewahren Sie diese beschriftet, dunkel, frostfrei und luftig auf. Kontrollieren Sie das Winterlager regelmäßig.
Viele robuste Sträucher sowie Apfel-, Kirsch- oder Pflaumenbäume lassen sich im Herbst pflanzen. Wärmeliebende Arten wie Pfirsiche sind in rauen Lagen mit einer Frühjahrspflanzung häufig besser beraten.
Das Pflanzloch sollte deutlich breiter als der Wurzelballen sein. Lockern Sie die Sohle, setzen Sie den Baum gerade ein und achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle oberhalb der Erde bleibt. Danach Erde einfüllen, antreten und kräftig wässern. Ein Baumpfahl schützt junge Bäume vor Wind.
Der noch warme Boden bietet Rasensamen gute Keimbedingungen. Entfernen Sie an kahlen Stellen Steine, Wurzeln und abgestorbenes Gras. Lockern und glätten Sie die Fläche in Ihrem Garten .
Bringen Sie das Saatgut bei möglichst windstillem Wetter aus, arbeiten Sie es leicht ein und drücken Sie den Boden an. Halten Sie die Fläche anschließend gleichmäßig feucht, ohne die Samen wegzuspülen.
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