Abschiebung vorerst verhindert: US-Anwältin reicht Klage nach ICE-Schüssen auf Venezolaner ein
Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde ICE schießen in Austin auf einen Lieferanten. Der Venezolaner sitzt inzwischen mit einer Kugel in seinem Körper in Abschiebehaft. Nun leitet seine Anwältin juristische Schritte ein.
Nach neuer Gewalt von ICE-Einsatzkräften gegen einen Migranten haben im Bundesstaat Texas Dutzende Menschen gegen das Vorgehen der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde protestiert. Die ICE wende "viel zu viel Gewalt" an, sagte die 16-jährige Protestteilnehmerin Estella bei einer Demonstration in einem Vorort von Austin. "Sie haben sogar auf einen Mann geschossen, der nur versuchte, seine Arbeit zu erledigen - also etwas auszuliefern."
Der Venezolaner war am Sonntag nach Angaben seiner Anwältin in Austin von ICE-Mitarbeitern angeschossen und verletzt worden. Obwohl der 28-Jährige zur Behandlung zweimal ins Krankenhaus gebracht worden sei, befand er sich demnach auch am Dienstag weiter in Abschiebehaft. Die Anwältin Kate Lincoln-Goldfinch erklärte, dass ihr Mandant "weiterhin große Schmerzen" habe. Die Kugel war demnach "noch immer in seinem Körper".
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