Kompany: „Ein Riesen-Fehler“ - Torwart-Entscheidung um Neuer und Urbig gefallen
München – Daraus macht Vincent Kompany (40) kein Geheimnis! In aller Regel verrät der Trainer des FC Bayern vor den Spielen fast keine Details zu seiner Startaufstellung. Bei den Torhütern macht der Belgier aber eine Ausnahme und gibt auf Pressekonferenzen über seine Entscheidung Auskunft. So auch vor dem Erstrunden-Spiel der Münchner im DFB-Pokal am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) beim Zweiligist VfL Osnabrück.
Kompany verkündete am Dienstagvormittag seine Entscheidung um Manuel Neuer (40) und Jonas Urbig (23)! Der Double-Coach: „Jonas wird am Mittwoch im Tor stehen!“ Damit beginnt schon beim dritten Pflichtspiel der Saison das Jobsharing des etatmäßigen Stammkeepers mit seinem Ersatzmann. Diese Arbeitsteilung war bereits rund um Neuers Vertragsverlängerung (bis Sommer 2027) im vergangenen Mai von den Bayern-Bossen mit den beiden Torleuten abgesprochen worden.
Hintergrund: Neuer soll in seiner mit allergrößter Wahrscheinlichkeit letzten Saison seiner Mega-Karriere weiterhin als Nummer eins und Kapitän im Tor des deutschen Rekordmeisters stehen, aber parallel als Mentor mithelfen, Urbig als seinen Nachfolger aufzubauen. Unter anderem dadurch, dass er noch mehr Spiele geplant an den Youngster abgibt als in der abgelaufenen Saison (20 Pflichtspiel-Einsätze). Zum anderen soll die Belastung bei Neuer noch mehr gesteuert werden, damit er mit weniger kleinen Problemen als in der letzten Spielzeit zu kämpfen hat.
Passend dazu erklärte Kompany: „Über die gesamte Saison gesehen gilt, was ich schon letzte Saison gesagt habe: Wir haben schon unheimlich viel Vertrauen in Jonas Urbig gezeigt. Er hat jetzt auch viele wichtige Spiele für uns gespielt – eines davon war das Pokalfinale (3:0 gegen Stuttgart am 23. Mai, dazu auch die 1. und 2. DFB-Pokalrunde 2025/26; Anm. d. Red.). Das sind Meilensteine, an denen man sehen kann, dass er uns auch auf dem allerhöchsten Level vertreten kann. Teil seiner Entwicklung ist, dass er immer wieder Spielminuten bekommt.“
Heißt: Nach dem Osnabrück-Spiel soll Urbig weiter regelmäßig Einsätze bekommen – nach BILD-Informationen auch in noch mehr wichtigen Spielen im DFB-Pokal, in der Bundesliga und der Champions League. Aber: Für Kompany kommt es nicht infrage, Urbig alle Spiele eines Wettbewerbs vorab zuzusagen!
Die interessante Begründung des Double-Coaches: „Ich schließe es auf jeden Fall kategorisch aus, dass wir einen Pokal- oder einen Champions-League-Torwart haben werden. Ich habe das einmal gemacht in meinem ersten Jahr als Trainer (2020/21 beim RSC Anderlecht; Anm. d. Red.). Das war eine Katastrophe! Das war ein Riesen-Fehler! Und daraus habe ich gelernt. Wir behalten also diese Flexibilität – auch, damit man mit dieser Situation immer respektvoll umgehen kann. Wir schauen einfach auf das Programm. Es geht auch darum, zu sehen, was für Manu am besten ist – dass er vielleicht manchmal nicht jedes Spiel macht. Und dann geht es noch um diese positive Förderung von Jonas.“
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