Sie ist die schnellste Deutsche - Leichtathletik-Star sendet stolzes Po-Foto
Im Urlaub hat sie eigentlich endlich Zeit zum Abschalten. Aber bei Smilla Kolba (24) hängen die Gedanken noch immer an einer besonderen Zeit. Der deutsche 800-Meter-Star verbesserte die persönliche Bestmarke in dieser Saison auf 1:57,80 Minuten. Die Zeit malte sie sich jetzt mit Sandkörnchen auf den Po und verschickte ein Foto davon an ihre 32.000 Follower auf Instagram.
Auch 800-Meter-Kollegin Alica Schmidt reagierte darauf mit drei lodernden Herzchen. Hinter dem Foto stecken aber eine Botschaft und viel Stolz. Kolbe schaffte diese Saison endgültig den Sprung in die internationale Spitze. Bei der EM in Birmingham verpasste sie nur knapp das Finale. Aber: In den vergangenen zwei Jahren steigerte sie sich enorm, verbesserte ihre Topzeit um satte viereinhalb Sekunden. Mit 1:57,80 Minuten lief sie nicht nur persönliche Bestzeit, sondern auch die schnellste deutsche Zeit seit 1990. Kolbe machte bei der EM auch mit einem TV-Interview auf sich aufmerksam, in dem sie einen emotionalen Appell gegen Rassismus sendete .
Kolbe: „Dass ich zu den schnellsten Frauen Europas gehöre, darauf kann man stolz sein. Ich habe bei der EM die zwei schnellsten Rennen meiner Karriere überhaupt gemacht. Ich bin doch sehr stolz. Das ist der beste Start, weiter an der Zeit zu arbeiten.“
Setzt sie ihre Entwicklung fort, gehört Kolbe auch bei der WM im kommenden Jahr und bei Olympia 2028 zu den großen deutschen Hoffnungen der Leichtathletik. In einem Interview mit „Vogue Germany“ sagte sie kürzlich: „Ich selbst sehe mich gar nicht unbedingt als Senkrechtstarterin, weil ich weiß, welche Entwicklung über die gesamte Zeit dahintersteckt. Aber klar: Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal unter zwei Minuten gelaufen bin, war plötzlich sehr viel Aufmerksamkeit da. Für mich und mein Umfeld kam diese Entwicklung aber nicht überraschend.“
Wie einige andere deutsche Top-Läufer über die Mittelstrecke half auch Kolbe der Schritt ins Ausland, um ihre Karriere anzukurbeln. Nach dem Abitur ging sie in die USA, studierte mit einem Stipendium am College und nutzte die idealen Trainingsbedingungen. Inzwischen trainiert sie in einer internationalen Gruppe vor allem in der Schweiz.
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