Auswilderung in der Nordsee: Aufgepäppelte Seehunde kehren zurück ins Wattenmeer
Drei gerettete Jungtiere kehren nach erfolgreicher Pflege ins Meer zurück.
Während die Auswilderung für die Experten von der Küste Routinearbeit ist, erlebt ein Bundesminister eine Premiere.
Vom Findelkind zum Freischwimmer: Drei gerettete Jungtiere aus der Seehundstation Norddeich sind auf der Insel Juist ausgewildert worden.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) entließen die Seehunde gemeinsam am Strand in die Freiheit.
Zuvor besuchten die Minister die Station in Norddeich und fütterten dort die Tiere.
Die Heuler waren von ihren Müttern getrennt aufgefunden und in der Seehundstation aufgepäppelt worden.
Nun sind sie genesen und wurden zurück in ihren natürlichen Lebensraum gebracht.
In der Seehundstation werden aktuell 80 Heuler betreut.
Damit die Jungtiere erfolgreich ausgewildert werden können, müssen sie ein Mindestgewicht von 25 Kilogramm erreichen.
Die Auswilderung erfolgt nach dem internationalen Seehund-Management-Plan.
Anstieg der Population in Niedersachsen um 14 Prozent Die Bestände in den Nordsee -Anrainerstaaten Niederlande, Deutschland und Dänemark werden jährlich synchron gezählt.
Wenn die Seehunde bei Niedrigwasser auf den trocken gefallenen Liegeplätzen ruhen, finden die Zählungen statt.
In der niedersächsischen Nordsee leben rund 23.700 Seehunde im Wattenmeer.
Obwohl die Population langfristig rückläufig ist, wurde im Zähljahr 2025/26 ein Anstieg von 14 Prozent registriert.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.