Furiose 2. Halbzeit - Klose sieht beste Nürnberg-Elf seit Jahren!
Nürnberg – Jung, attraktiv, spektakulär, erfolgreich – nach Jahren der Tristesse und der sportlichen wie wirtschaftlichen Dauerkrise begeistert der 1. FC Nürnberg endlich wieder Fußball-Deutschland. Der hochverdiente 2:1-Heimerfolg über Hannover 96 war am Freitagabend (saisonübergreifend) bereits das elfte Pflichtspiel ohne Niederlage für die Franken. Noch wichtiger: In dieser Verfassung darf der Club erstmals seit dem Bundesliga-Abstieg 2019 wieder ernsthaft von der Rückkehr in die Bundesliga träumen.
Auch Cheftrainer Miroslav Klose (48) gehen in seinem dritten Nürnberg-Jahr beinahe die Superlative aus. Über den Auftritt gegen 96 sagte der Weltmeister stolz: „Die zweite Halbzeit war die beste, seitdem ich hier bin. Es war überragend und dafür muss ich ein riesiges Kompliment an die Mannschaft geben, dass sie nach der Pause so griffig war, so gut antizipiert und so viele Chancen herausgespielt hat.“
Einziges Manko: Bis auf den Siegtreffer von Topstar Mohamed Ali Zoma (22/schon sein fünfter Saisontreffer!) versiebte die stürmische Klose-Elf Chance um Chance. Der Weltmeister dazu: „Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir kein weiteres Tor mehr erzielten und so bis zum Schluss noch zittern mussten.“
Ein Ausgleich wäre für Hannover an diesem denkwürdigen Abend aber mehr als unverdient gewesen. Zu überlegen präsentierte sich Nürnberg vor allem nach der Pause. Dass die Klose-Elf nach dem überfälligen 2:1 weiter nach vorn spielte, ist nicht der einzige Unterschied zu den letzten Jahren. FCN-Spielmacher und 1:0-Torschütze Julian Justvan (28): „Letztes Jahr hätten wir uns am Ende in so einer Phase noch ein Tor gefangen. Ich glaube, das ist der große Unterschied, dass wir derzeit auch das Glück auf unserer Seite haben. So wurde es bei Hannovers letzter Aktion noch einmal gefährlich. Es war heute eine Energieleistung von der gesamten Mannschaft. Wir haben uns in alles reingeschmissen. Das macht im Moment einfach extremen Spaß, hier zu spielen.“
Und deswegen kennt die Euphorie auf und neben dem Platz keine Grenzen mehr. Vom Aufstiegskampf will Klose dennoch nicht reden: „Wir müssen und wollen das ruhig angehen. Wir sind nicht dafür gemacht, große Töne zu spucken. Ich weiß, wie viel im Fußball passieren kann, aber den Moment möchten wir unbedingt mitnehmen, weil wir es verdienen und derzeit einfach Spaß haben.“
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