Landeswahlkonferenz der SPD: 94,9 Prozent für Kämpfer – SPD setzt auf Wechsel im Landtag
Im April wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt.
SPD-Landeschef Ulf Kämpfer wurde nun als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bestätigt.
Er hat große Ziele.
Schleswig-Holsteins SPD -Landesvorsitzender Ulf Kämpfer will bei der Landtagswahl im kommenden Jahr die schwarz-grüne Landesregierung ablösen. „Ich will nicht der beliebteste Ministerpräsident sein, ich will der erfolgreichste Ministerpräsident sein“, sagte der 54-Jährige bei seiner Rede bei der Landeswahlkonferenz der Nord-SPD in Lübeck.
Dort wurde er als Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bestätigt - von den knapp 200 Delegierten erhielt er 94,9 Prozent der Stimmen.
Dem derzeitigen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) warf er vor, sich in seiner Beliebtheit zu „sonnen“.
Dies sei aber nicht genug, um das Land zu regieren, so Kämpfer .
Zudem sei das „gnädige Weiter-so“, was die Landesregierung auch für die kommenden Jahre verspreche, „viel zu wenig“.
Denn nach zehn Jahren in der Opposition sei es Zeit, dass angepackt wird, was liegen gelassen wurde - damit das Land die dringend benötigte Veränderung bekommt.
Zudem zeigten aktuelle Umfragen, dass die Union 16 Prozent seit der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2022 verloren hat.
Das bedeute, dass Ministerpräsident Günther (CDU) schlagbar sei.
So zeigte eine Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung im Juli sinkende Zustimmungswerte für die CDU.
Laut der Erhebung würden 27 Prozent der Befragten ihr Kreuz bei der Partei von Ministerpräsident Daniel Günther setzen.
Damit bliebe die CDU zwar stärkste Kraft, hätte aber im Vergleich zu einer Insa-Umfrage Anfang 2025 zwölf Prozentpunkte verloren. „Ohne Kampf, ohne Einsatz, ohne Streit gibt es keine echte Veränderung“, betonte der SPD-Spitzenkandidat.
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