Symptome, Diagnose, Behandlung - Fettleber: Alles, was Sie wissen müssen
Sie sind tagsüber ständig müde, fühlen sich schlapp oder können sich schlecht konzentrieren? Dahinter muss nicht gleich etwas Ernstes stecken. Doch manchmal sendet der Körper leise Warnsignale. Eine mögliche Ursache ist eine Fettleber, die oft lange unbemerkt bleibt.
Lesen Sie hier, welche Symptome möglich sind, wie Ärzte eine Fettleber feststellen und welche Behandlung wirklich hilft.
Bei einer Fettleber lagert sich zu viel Fett in den Leberzellen ab. Mediziner sprechen von einer steatotischen Lebererkrankung . Die Leber kann dadurch größer und schwerer werden.
Früher wurde oft zwischen alkoholischer und nicht-alkoholischer Fettleber unterschieden. Heute werden neue Begriffe verwendet, wie bereits FITBOOK (gehört wie BILD zu Axel Springer) berichtete. Der Überbegriff lautet SLD, also steatotische Lebererkrankung. Die häufige stoffwechselbedingte Form heißt MASLD. Sie hängt oft mit Übergewicht, erhöhtem Blutzucker, Bluthochdruck oder schlechten Blutfettwerten zusammen. Entzündet sich die verfettete Leber, spricht man von MASH.
Wichtig: Eine Fettleber kann auch Menschen betreffen, die nicht stark übergewichtig sind.
Das Tückische: Die Leber selbst verursacht meist keine Schmerzen. Viele Betroffene merken lange nichts. Wenn Beschwerden auftreten, sind sie oft unspezifisch. Mögliche Anzeichen sind:
Diese Beschwerden können viele andere Ursachen haben, etwa Stress, Schlafmangel, Infekte oder Vitaminmangel. Halten sie aber an oder kommen Risikofaktoren hinzu, sollten Sie sie ärztlich abklären lassen.
Eine Fettleber entsteht oft nicht durch einen einzigen Auslöser. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen. Dazu zählen:
Auch langes Sitzen und wenig Alltagsbewegung können das Risiko erhöhen. Der Körper nimmt dann mehr Energie auf, als er verbraucht. Überschüssige Energie wird als Fett gespeichert, auch in der Leber.
Oft ist die Fettleber ein Zufallsbefund. Hinweise können Blutwerte geben, etwa erhöhte Leberwerte wie GPT, GOT oder Gamma-GT. Sie beweisen eine Fettleber aber nicht allein.
Häufig nutzen Ärzte Ultraschall. Dabei kann eine verfettete Leber heller und vergrößert erscheinen. Weitere Verfahren sind die Elastographie, zum Beispiel FibroScan, oder spezielle bildgebende Untersuchungen. Sie können helfen, um einzuschätzen, ob bereits Vernarbungen vorliegen.
Eine Leberbiopsie, also die Entnahme von Gewebe, ist nur in bestimmten Fällen nötig. Zum Beispiel, wenn unklar ist, ob eine Entzündung oder fortgeschrittene Schädigung vorliegt.
Eine einfache Fettleber kann sich zurückbilden. Bleibt sie aber bestehen, kann sie sich entzünden. Dann drohen Vernarbungen der Leber, Leberzirrhose und Leberkrebs.
Auch außerhalb der Leber steigt das Risiko. Fettlebererkrankungen gehen häufig mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes einher. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Leberwerte zu betrachten, sondern den gesamten Stoffwechsel.
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