Vor der Berlin Wahl: Berliner Wahlleiter: „Briefwahl ist seriös“
Immer mehr Berlinerinnen und Berliner wählen per Brief – doch es kursieren Behauptungen über angebliche Einflussnahme.
Was Landeswahlleiter Bröchler dazu sagt und warum er auch sonst wachsam ist.
Berlins Landeswahlleiter Stephan Bröchler ist grundsätzlichen Zweifeln an der Sicherheit der Briefwahl energisch entgegengetreten. „Die Briefwahl ist nicht die Schmuddelecke der Organisation demokratischer Wahlen.
Die Briefwahl ist seriös“, sagte er vor Journalisten.
Sicherlich gebe es in Einzelfällen auch Missbrauch dieses Instruments.
Aber bisher lägen keinerlei Hinweise auf eine systematische Manipulation der Briefwahl vor, auch nicht in Berlin.
Es gebe darüber auch keine wissenschaftlichen Untersuchungen.
In den USA streut US-Präsident Donald Trump immer wieder Zweifel an der Sicherheit der Briefwahl.
Die Diskussion über eine mögliche Beeinflussung von Briefwählern sei nach Europa herübergeschwappt, sagte Bröchler .
Als Gründe für die Debatte nannte er Unwissen über die Organisation der Briefwahl und parteitaktische Gründe.
Vor der Sachsen-Anhalt-Wahl am 6.
September hatten AfD-Politiker behauptet, in Senioren- oder Pflegeheimen würden Bewohner bei ihrer Briefwahl beeinflusst.
Immer mehr Briefwähler In Berlin nimmt der Anteil von Briefwählern tendenziell zu.
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2016 waren es laut Bröchler noch 29,2 Prozent, 2021 dann 46,8 Prozent und 2023 44,5 Prozent.
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