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Gefahr nach dem Schauer - Warum Regen für Regenwürmer gefährlich sein kann

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Gefahr nach dem Schauer - Warum Regen für Regenwürmer gefährlich sein kann

Nach einem Regenschauer kriechen sie plötzlich zu Hunderten über Wege, Straßen und Einfahrten. Viele Menschen glauben, Regenwürmer würden nach starkem Regen vor dem Ersticken flüchten. Doch so einfach ist es nicht.

Tatsächlich kann ausgerechnet das Wetter, das die Tiere zum Überleben brauchen, für sie zur tödlichen Falle werden. Regenwürmer können nur über ihre feuchte Haut atmen. Trocknet sie aus, droht ihnen der Tod.

Der Wildtierschutz Deutschland e. V. erklärt: Regenwürmer haben weder Lunge noch Atemwege. Entgegen einem weitverbreiteten Kinderlied sind die kleinen Tiere dadurch nicht in der Lage, zu husten. Stattdessen nehmen sie Sauerstoff über ihre Haut auf.

Dafür benötigen sie einen dünnen Feuchtigkeitsfilm auf ihrer Körperoberfläche. In diesem löst sich Sauerstoff, bevor er ins Blut gelangt. Trocknet die Haut aus, wird die Atmung erschwert oder sogar unmöglich. Deshalb profitieren Regenwürmer zunächst von feuchtem Wetter.

Ausgerechnet der Regen, den Regenwürmer zum Überleben brauchen, kann für sie lebensgefährlich werden. Zwischen Erdkrümeln und kleinen Hohlräumen befindet sich normalerweise genügend Sauerstoff. Füllt Wasser diese Bereiche länger aus, wird der Sauerstoff knapp.

Der Wildtierschutz Deutschland e. V. weist darauf hin, dass Regenwürmer zwar auch im Wasser gelösten Sauerstoff über ihre Haut aufnehmen können. Wie gut sie Überschwemmungen überstehen, hängt jedoch von der jeweiligen Art und vom Sauerstoffangebot ab. Unter ungünstigen Bedingungen können die Tiere sogar ersticken.

Besonders gefährlich wird es für Regenwürmer, wenn sie nach einem Regenschauer auf befestigten Flächen landen. Auf der feuchten Oberfläche können sie zunächst größere Strecken zurücklegen.

Sobald Wege und Straßen jedoch abtrocknen, entsteht ein Problem: Auf Asphalt oder Pflaster können die Tiere nicht einfach wieder im Boden verschwinden. Fehlt die lebenswichtige Feuchtigkeit, geraten sie in Gefahr.

Ein aufgequollener Regenwurm am Pfützenrand ist nicht unbedingt ertrunken. Auch Verletzungen oder Sauerstoffmangel können der Grund sein. Nicht jedes reglose Tier ist bereits tot.

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