11:0 im Pokal nach Test-0:7 - Eintrachts Tor-Rekord macht Hütter froh
So macht Eintracht wieder Spaß! Die Frankfurter starten mit einer tollen Tor-Party samt neuem Rekord in die zweite Amtszeit von Adi Hütter (56). 1917 Tage nach dessen letzten Pflichtspiel als Frankfurt-Trainer fertigen seine Stars Fünftligist St.Tönis im DFB-Pokal mit 11:0 ab.
Damit schreibt sich Eintracht nur wenige Tage nach dem Test-Debakel in Brentford (0:7) vor 10.893 Zuschauern im Krefelder Grotenburg-Stadion mit einer XXL-Tor-Party in die Geschichtsbücher. Denn so hoch hat Frankfurt in einem DFB-Pokal-Spiel noch nie gewonnen. Bisheriges Top-Ergebnis: ein 10:2 gegen Hertha Zehlendorf (Oktober 1977).
Besonders in Partylaune: Jonathan Burkardt (26) und Can Uzun (20). Für die Amateure ist Eintrachts Offensiv-Duo viel zu stark. Burkardt eröffnet die wilde Tore-Show bereits in der 4. Minute. Nach einer Uzun-Ecke köpft der Torjäger eiskalt ein. Nur eines von insgesamt drei Toren für den Top-Angreifer, der zudem noch zwei weitere Treffer auflegt.
Auch Uzun zeigt zum Pflichtspielstart starke Frühform. Neben insgesamt zwei Vorlagen trifft der Türke, der nicht zu Galatasaray Istanbul wechseln wird, doppelt (34., 36.).
Kurios: Weil auch Robin Koch (30/4.), Ayoube Amaimouni (21/17.), Elias Baum (20/44.), Younes Ebnoutalib (22/45.+1) und Mario Götze (34/45.+4) alle in der 1. Hälfte treffen, geht Eintracht tatsächlich mit einem 10:0 in die Pause – das gelang den Hessen noch nie in einem Pflichtspiel.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Nach dem Seitenwechsel ist mit dem munteren Tore‑Schießen Schluss – zumindest fast. Weil nur Farès Chaïbi (23/87.) trifft, verpasst die Hütter-Elf einen noch höheren Sieg. Trotzdem stellt Eintracht mit dem 11:0 ihren Tor-Rekord in einem Pflichtspiel ein. Das Ergebnis gelang den Frankfurtern bisher nur in der Oberliga Süd 1959 (gegen Bayern Hof) und 1961 (Jahn Regensburg).
Noch eine gute Nachricht: Torwart Kaua Santos (23) und die Wackel-Abwehr bleiben ohne Gegentor. Jetzt wollen Burkardt, Uzun und Co. auch in der Liga losballern.
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