Besuch bei Fleischbetrieben: Minister: Agrarexport hat höchste Priorität für Bauern
Der Bundeslandwirtschaftsminister besucht erstmals die großen Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen.
Er betont: Mischung aus Export und regionaler Vermarktung sichert das Einkommen der Bauern.
Bei einem Besuch von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf die Bedeutung der internationalen Märkte hingewiesen. „Hier wird deutlich, wie sehr regionale Vermarktung und internationaler Handel beim Schweinefleisch zusammengehören“, sagte Rainer nach einem Rundgang bei der Premium Food Group (ehemals Tönnies) in Rheda-Wiedenbrück.
Der CSU-Politiker hatte sich die Produktion zeigen lassen. „Agrarexport hat für mich die höchste Priorität“, sagte der Minister.
Auf diese Weise werde auch das Einkommen der deutschen Bauern gesichert. „Wir müssen das gesamte Tier denken.
Was bei uns kaum auf dem Teller liegt, ist in anderen Ländern ein hochgeschätztes Lebensmittel“, sagte Maximilian Tönnies. „Wenn wir diese Märkte erschließen, schaffen wir zusätzliche Wertschöpfung und nehmen im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland bei heimischen Produkten den Kostendruck.“ Produkte wie Schweineohren oder -Pfoten lassen sich in Asien üblicherweise gut vermarkten.
Afrikanische Schweinepest und Spanien Nach Angaben eines Firmensprechers kämpft die Fleischbranche derzeit mit massiven Verwerfungen auf den internationalen Märkten.
Grund sei die Afrikanische Schweinepest (ASP).
Spanien dürfe einen Großteil seiner Ware nicht mehr nach Asien exportieren.
Diese Menge sorge in Europa jetzt für einen erheblichen Vermarktungsdruck. „Noch drastischer als in Deutschland sind die Auswirkungen in Dänemark zu spüren.
Dort liegt der Schweinepreis bei nur noch knapp über einem Euro“, teilte das Unternehmen mit.
Nach Angaben der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) lag der Kilopreis in Deutschland Ende August bei rund 1,60 Euro.
Die Premium Food Group schlachtet derzeit am Standort in Ostwestfalen bis zu 25.000 Tiere am Tag.
Diese Zahl sei in Rheda-Wiedenbrück in den vergangenen Wochen trotz der Hitzeperiode relativ konstant geblieben.
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