Kriegsverbrechen: Sondertribunal verurteilt Kosovos Ex-Präsidenten zu 25 Jahren Haft
Jahrzehnte nach dem Kosovo-Krieg fällt das Sondertribunal in Den Haag ein Urteil.
Der Ex-Präsident des Landes muss wegen schwerster Verbrechen hinter Gitter.
Der Prozess dauerte drei Jahre.
Jetzt haben die Richter ein Urteil gefällt: Demnach muss der ehemalige Kosovo -Präsident, Hashim Thaci, wegen Kriegsverbrechen 25 Jahre ins Gefängnis.
Das Kosovo-Sondergericht in Den Haag sah es unter anderem als erwiesen an, dass er in 96 Fällen für politische Morde verantwortlich war.
Zudem wurden ihm weitere schwere Verbrechen wie Folter und Verfolgung sowie willkürliche Inhaftierung von Unschuldigen zur Last gelegt.
Sondertribunal arbeitete Kriegsverbrechen im Kosovo-Krieg auf Thaci war zwischen 2008 und 2020 Ministerpräsident, Außenminister und Präsident des Kosovo.
Er war von seinem Amt zurückgetreten, um sich dem Gericht in Den Haag zu stellen.
Ihm und drei Mitangeklagten wurden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Die vier gehörten laut Anklage der Führungsriege der kosovo-albanischen Befreiungsarmee (KLA) an.
Diese hatte von 1998 bis 1999 um die Unabhängigkeit des vorwiegend von Albanern bewohnten Kosovos von Serbien gekämpft.
Das gelang schließlich mit Hilfe der Nato.
Nach dem Krieg hatten die vier Angeklagten noch hohe politische Ämter inne.
Das Sondertribunal wurde auf internationalen Druck 2015 eingerichtet.
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