Protest gegen Aufrüstung: Kriegsgegner blockieren Kaserne und Rheinmetall
Diese Woche treffen sich Kriegsgegner aus ganz Deutschland zu einem Protestcamp in Köln.
Am Donnerstag gab es gleich zwei Aktionen von ihnen - eine gegen die Bundeswehr und eine gegen Rheinmetall.
Mitglieder des Antikriegs-Bündnisses „ Rheinmetall entwaffnen“ haben in Köln zeitweise eine Bundeswehr-Kaserne blockiert und sich in Bonn vor einer Rheinmetall-Niederlassung festgeklebt.
In Köln löste die Polizei die Versammlung auf.
Der Grund dafür sei, dass einige Teilnehmer ihre Vermummung nicht abgenommen hätten und kein Versammlungsleiter benannt worden sei, sagte ein Polizeisprecher.
Widerstand gab es demnach nicht.
Niemand sei festgenommen oder in Gewahrsam genommen worden.
Die Polizei leitete Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ein.
Die Teilnehmer der Blockadeaktion erhielten Platzverweise.
Die Aufnahme der Personalien dauerte am Mittag noch an.
Geld für Waffen statt für Frauenhäuser Die Demonstranten hatten die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne blockiert.
Die Funktions- und Dienstfähigkeit der Kaserne sei durch die Blockade nicht beeinträchtigt worden, teilte die Polizei mit.
Camille Dietrich, Sprecherin des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“, sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung.
Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe.
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