Hallescher FC versinkt im Mittelmaß - „Schlampig!“ Trainer ledert gegen Top-Transfers
Erfurt und Chemnitz marschieren in der Regionalliga Nordost im Stile von Spitzenmannschaften von Sieg zu Sieg. Und während auch Aue und Jena konstant abliefern, versinkt der Hallesche FC im tristen Mittelmaß.
Das 1:1 in Babelsberg war wieder deutlich zu wenig. Dass es wenigstens noch ein Punkt wurde, war wieder mal Niclas Stierlin zu verdanken. Mit seinem fünften Saisontor bewahrte der Mittelfeldmann Halle vor einer noch größeren Enttäuschung. Der Frust aber wächst auch so, vor allem auf die Abteilung Angriff.
Stierlin bei OstsportTV: „Auch wenn wir kein grandioses Spiel gemacht haben, hatten wir Topmöglichkeiten, die wir nutzen müssen.“ Trainer Robert Schröder, dessen Stuhl nach den schwachen Leistungen nicht unbedingt fester steht, ging mit seiner Offensive noch härter ins Gericht. „Es ist ein bisschen Wut und Enttäuschung über die Möglichkeiten die wir haben, und wie sorglos und schlampig wir das dann zu Ende spielen.“
Ärger, der sich vor allem an die beiden vermeintlichen Königstransfers Soufian Benyamina und Stanley Ratifo richtet. Auch in Babelsberg lieferten beide Stürmer trotz Mega-Chancen nicht. Und die Geduld des Trainers ist langsam aufgebraucht.
Schröder: „Wir haben uns bei den Verpflichtungen auf die Qualität und die Quote verlassen. Und wenn man sich die nackten Zahlen ansieht, liefern sie bislang nicht. Wenn wir Großchancen haben, gehen wir stiefmütterlich damit um. Da müssen wir besser werden.“
Sportliches Mittelmaß und öffentliche Backpfeifen für die Spieler. In Halle steht ein turbulenter Herbst bevor und am Dienstag (19 Uhr) könnte sich die Lage noch verschärfen. Dann kommt Jena zum Flutlichtderby.
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